Blogdarstellung in voller LängeBlogdarstellung mit Anrisstexten
Berthold Seeliger - Blog abonnieren
21.09.2012

Big Harp & Lady Gaga

Donnerstag, 21.9.2012, in Berlin, beiderseits der Spree.

In der Mehrzweckhalle auf der falschen Seite des
Flusses, die mit dem Charme eines Provinzparkhauses, gastiert die fantastische
Comic-Revue des durchgeknallten Burgfräuleins Lady Gaga. Popkultur, wie sie
schöner kaum sein kann – bunt, warm, verrückt, künstlich, Synthie-Gewummere und
Licht und eine Show, bei der man nicht aufhören kann zu lächeln. Dabei auch
beeindruckend, wie warmherzig der Superstar seine Fans behandelt, sie auf die
Bühne holt, mit ihnen spricht, singt, sie umarmt. Eine...

weiterlesen
20.09.2012

Bandfoto vs. Song

So beginnt auf „Spiegel Online“ ein Bandporträt:

„Das
Bandfoto war schon fertig, als der erste Song noch geschrieben werden mußte.“

So ist das wohl heutzutage bei der
Selbstoptimierer-Generation: Das Image wird als erstes kreiert, dann erst
schreibt man Musik und nimmt sie auf. Nur: wer erinnert sich noch an all diese
jungen Bands, die vor zwei, vor vier oder vor sechs Jahren ihre Bandfotos
aufnehmen ließen? Was bleibt, wenn es gut läuft, ist: ein Song. Die Musik.
Nicht irgendein Bandfoto.

Glaubt ernsthaft irgend jemand, daß Justin...

weiterlesen
20.09.2012

Welt-Zustimmungs-Pop 2012 und Angela Merkel

Was ist nur mit den jungen Leuten los?

Als unsereiner jung war, sympathisierte die große
Mehrheit der unter 30jährigen mit den progressiven Parteien. Über 25 Prozent der
unter 30jährigen wählte Grün (die waren damals eine progressive Partei, those
were the days...). Nur bei den Älteren hatten die Konservativen eine Mehrheit.

Und heute? Spiegel Online meldet am 19.9.2012: „Angela Merkel liegt zurzeit unschlagbar in
der Wählergunst vorne. (...) Vor allem die Jungen und Erstwähler sehen zu
Merkel demnach keine Alternative: Die Zustimmung reicht bis...

weiterlesen
20.09.2012

Reichster Franzose

Der reichste Franzose und viertreichste Mann der
Welt (wie schon Bert Brecht wußte: sie haben alle einen Namen, ein Gesicht und
eine Adresse – der hier heißt Bernard Arnault und ist Eigentümer des
weltgrößten Luxuskonzerns LVMH mit einer Markenpalette von Louis Vuitton über
Dior bis Moet & Chandon) hat die belgische Staatsangehörigkeit beantragt,
wahrscheinlich, um sich der Besteuerung in Frankreich zu entziehen. Bekanntlich
will der neue französische Präsident Hollande künftig Einkommen ab einer
Million Euro mit 75 Prozent besteuern, plant...

weiterlesen
20.09.2012

Schweiz

Doch wollen wir nicht hochnäsig sein. Mehrere
Tausend Deutsche haben zum Beispiel das zwielichtige Angebot der zwielichtigen
Schweizer Bank „Credit Suisse“ angenommen, Sparkonten als Versicherungen zu
deklarieren. Dieses unmoralische Angebot der dubiosen Schweizer Bank ist in
unserem Nachbarstaat gewissermaßen systemisch. Seit jeher gründet der Reichtum
der Schweiz, die gemessen am Pro-Kopf-Einkommen das zweitreichste Land der Welt
(hinter Kuwait...) ist, auf Hehlerei. „Unser
einziger Rohstoff ist das fremde Geld“, sagt der Schweizer Politiker und...

weiterlesen
20.09.2012

Telekom & Spotify

Die Deutsche Telekom hat mit dem
Musik-Plattformanbieter Spotify eine exklusive Marketing-Kooperation
geschlossen. Wer einen bestimmten Telekom-Tarif kauft, bekommt Spotify Premium
für denselben Preis kostenlos dazu.

An dieser Stelle soll nicht über Streaming-Dienste
an sich verhandelt werden. Man kann dazu unterschiedlicher Ansicht sein. Man
kann, wie der britische Indie-Musikvertrieb STHoldings, sagen, „die Streaming-Dienste liefern schlechte
Umsätze und haben eine schädliche Wirkung auf Verkäufe“, und seinen Katalog
vom Streaming abziehen...

weiterlesen
20.09.2012

Pfisterbrot & Urheberrecht

Immer wieder absonderliche Volten schlägt das
Urheber- und das Patentrecht. Laut „Spiegel“ hat sich die Münchner Großbäckerei
„Hofpfisterei“ 1977 beim Deutschen Patentamt das Recht eintragen lassen, ihr
rundes Brot als „Sonne“ bezeichnen zu dürfen. Und nun verklagt die Münchner
Bio-Bäckerei bundesweit andere Bäckereien, die ihre Brote als „Öko-Sonne“,
„Vollkornsonne“, „Klostersonne“, „Frisch-Korn-Sonne“ oder „Partysonne“ anpreisen.

Die Geschäftsführerin der Hofpfisterei, Nicole
Stocker, verteidigt das rüde Vorgehen gegen andere Bäckereien mittels...

weiterlesen
11.09.2012

Frau Wulff & Herr Google

Nicht undrollig, wie Frau Bettina Wulff, die laut
„Spiegel Online“ vom 8.9.2012 mal „erste
Frau im Staat war“, obwohl sie doch nie gewählt worden und nur Ehefrau des
damaligen Bundespräsidenten war, nun die Firma Google verklagt, damit endlich
das aufhört, auf das ihr Herr Gemahl in einem ARD-Interview mit seinen Worten
neugierig gemacht hat, nämlich: was im Internet „da über meine Frau alles verbreitet wird an Phantasien“.

Drollig deswegen, weil Frau Wulff so tut, als ob
es neben Herrn Jauch auch einen Herrn Google gebe, der Dinge behauptet, die...

weiterlesen
09.09.2012

Deutsche Telekom kooperiert mit Spotify

Die Deutsche Telekom hat mit dem
Musik-Plattformanbieter Spotify eine exklusive Marketing-Kooperation
geschlossen. Wer einen bestimmten Telekom-Tarif kauft, bekommt Spotify Premium
für denselben Preis kostenlos dazu.

An dieser Stelle soll nicht über Streaming-Dienste
an sich verhandelt werden. Man kann dazu unterschiedlicher Ansicht sein. Man
kann, wie der britische Indie-Musikvertrieb STHoldings, sagen, „die Streaming-Dienste liefern schlechte
Umsätze und haben eine schädliche Wirkung auf Verkäufe“, und seinen Katalog
vom Streaming abziehen...

weiterlesen
09.09.2012

Hofpfisterei & Patentrecht

Immer wieder absonderliche Volten schlägt das
Urheber- und das Patentrecht. Laut „Spiegel“ hat sich die Münchner Großbäckerei
„Hofpfisterei“ 1977 beim Deutschen Patentamt das Recht eintragen lassen, ihr
rundes Brot als „Sonne“ bezeichnen zu dürfen. Und nun verklagt die Münchner
Bio-Bäckerei bundesweit andere Bäckereien, die ihre Brote als „Öko-Sonne“,
„Vollkornsonne“, „Klostersonne“, „Frisch-Korn-Sonne“ oder „Partysonne“
anpreisen.

Die Geschäftsführerin der Hofpfisterei, Nicole
Stocker, verteidigt das rüde Vorgehen gegen andere Bäckereien...

weiterlesen
09.09.2012

Fall Assange - Bush, Blair usw. vor Gericht!

„Friedensnobelpreisträger
Bischof Desmond Tutu (...) trifft den Kern unseres verdrängenden Bewußtseins,
wenn er feststellt, daß wegen des ungerechtfertigten, illegalen Angriffskrieges
auf den Irak ein Verfahren vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag
stattfinden müßte. (...)

Ohne diese
Lügen (der US-Regierung und der Medien, BS) keine Folter in Abu Ghraib und
Guantánamo, keine Videos und Dokumente von Kriegsverbrechen, kein Verrat von
Geheimnissen, kein Wikileaks und kein Assange. Es ist das ursprüngliche
Verbrechen. Das Drama...

weiterlesen
09.09.2012

Waldemar Hartmann & taz

Kaum zu glauben: Selbst das deutsche
Staatsfernsehen hat nach Jahrzehnten endlich erkannt, wie peinlich die
Duzmaschine Waldemar Hartmann ist, und dem sogenannten Sportreporter keinen
neuen Arbeitsvertrag gegeben. „Waldi“ ist das
Symbol für sich anwanzenden, distanzlosen Journalismus, er hätte schon längst
auf die Müllkippe gehört – aber immerhin, besser spät als nie. Und seien wir
ehrlich: das Modell Waldemar Hartmann ist in gewisser Weise auch Vorbild für
den embedded Kumpel-Journalismus, der in der Musikindustrie vorherrscht.

Doch während...

weiterlesen
03.09.2012

Und Ansonsten 03.09.2012

Wie Knight Capital, eines der weltweit führenden
Brokerhäuser für US-Aktien, Anfang August in einer halben Stunde 440 Millionen
US-Dollar an automatische Handelsprogramme verlor, darüber rätseln jetzt die
Medien und viele sogenannte Wirtschaftsfachleute.

Wer das Buch „Angst“ von Robert Harris gelesen hat, weiß
hingegen Bescheid. „Er versuchte, sich
einen außer Kontrolle geratenen, ungesicherten Investmentfonds vorzustellen,
der den Urgewalten der globalen Märkte ausgesetzt war: dem Siebenhundert-Billionen-Dollar-Ozean
aus Aktien und Anleihen...

weiterlesen
31.08.2012

Ergo, Handelsblatt, Urheberrecht

Urheberrecht at it’s best:

Das „Handelsblatt“, das über die Berichte der
Konzernrevision der „Ergo“-Versicherungsgruppe berichtet hatte, in denen die Stimulierung
von freien Handelsvertretern mittels käuflichem Sex beschrieben wurde, wurde
von den Anwälten des Versicherungskonzerns nun aufgefordert, die Verbreitung
dieser Berichte der „Ergo“-Konzernrevision zu unterlassen. Hatte „Ergo“-Vorstandschef
Oletzky jüngst angesichts der „Budapest-Affäre“ noch „Offenheit und Transparenz“
angekündigt, macht er nun nach den neuerlichen Veröffentlichungen...

weiterlesen
29.08.2012

Ja zum Urheberrecht

Ob
die Initiative „Ja zum Urheberrecht“ wußte, was sie tat, als sie sich selbst
bzw. die Urheber als Leiche inszenierte?
                  

Seiten