Wie viele Kuratoren werden fürs schnarchnasige Einheitskonzert benötigt?

29.09.2018

Kennen Sie den? Wie viele Ostfriesen benötigt man, um eine Glühbirne in eine Deckenlampe einzusetzen? Genau.

Aber wie viele (übrigens ausschließlich männliche) Kuratoren benötigt die Senats-eigene Kulturprojekte Berlin GmbH für das Buchen eines an bräsiger Schnarchnasigkeit nur schwerlich zu unterbietenden Konzerts zum Tag der Deutschen Einheit „#1heit“ vor dem Brandenburger Tor mit Nena, Samy Deluxe, Patrice, Philipp Poisel, Namika u.a.?

Es sind, wie bei den Ostfriesen: ganze drei.

Berlins Regierender (SPD) sagt Denkmalschutz und meint Unterwerfung unter die Interessen eines Großkonzerns

19.09.2018

Was wohl der Regierende Bürgermeister Berlins, Michael Müller (SPD), im Gespräch mit der „FAZ“ über den möglichen „Innovationscampus“ in der Spandauer Siemensstadt meint, wenn er feststellt:

„Siemens erwartet, daß Berlin künftig konstruktiv und flexibel mit dem Thema Denkmalschutz umgeht. Das stellen wir sicher.“

Wie die "NZZ" in Berlin bei Castorf einmal in geistige Untersuchungshaft geriet...

13.05.2018

Und wenn sich der Bourgeoisie eine wie auch immer geartete „Kommune“ entgegenstellt? Dann passiert, was schon immer passierte: Die Bourgeoisie schlägt um sich.
So das europäische Geschäftsblatt dieser Klasse, die „Neue Zürcher Zeitung“, in einem erbärmlich schlecht recherchierten, aber umso meinungsfreudigeren Bericht vom Berliner Theatertreffen, der Volksbühne und Castorfs Faust-Inszenierung.

Die Dercon-Chronik. Brillanter investigativer Kulturjournalismus von John Goetz und Peter Laudenbach

21.04.2018

Ein brillantes Stück Journalismus ist John Goetz und Peter Laudenbach hier gelungen:
„Die Dercon-Chronik“ in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 20.April 2018. Sorgfältig und noch im letzten Detail hervorragend recherchiert, aber eben auch die aufgedeckten Fakten klug bewertend und miteinander in Dialog treten lassend – Recherche ohne Haltung ist eben auch nichts wert. Das ist investigativer (Kultur-)Journalismus at it’s best! So etwas liest man in dieser außerordentlichen Qualität hierzulande viel zu selten.

Berlin hat ein anderes Zeitempfinden, oder: Why is Berlin so dysfunctional?

09.03.2018

Wobei meine Privatthese zum Flughafen BER ja etwas mit unterschiedlichem Zeitempfinden zu tun hat. Die wenigen Male, da ich nicht mit dem Fahrrad, sondern mit dem ÖPNV in Berlin herumfahre, stelle ich immer wieder fest, daß die Uhren der offiziellen Berliner Stellen einfach anders gehen. Da steht dann in der U-Bahn-Station auf der Anzeigentafel, daß die U-Bahn in 2 Minuten kommen würde. In der Realität sind es dann meistens 4 oder 5 Minuten.

Warum fühlen sich Schwaben in Berlin so wohl?

17.12.2017

Und warum fühlen sich, Achtung Gemeinplatz!, die Schwaben in Berlin seit langem so wohl? Es gibt einen ganz einfachen Grund: Die Stickoxidwerte an Berliner Hauptverkehrsstraßen erinnern die Schwaben an die verpestete Luft ihrer Landeshauptstadt Stuttgart.
Wie eine Recherche des RBB mit unabhängigen Messungen ergab, übersteigt die Feinstaub- und Stickoxidbelastung an vielen Berliner Straßen die zulässigen Grenzwerte um ein Vielfaches.

Pop-Kultur-Festival: Jedes Ticket mit 150 Euro subventioniert!

20.09.2017

Nun ist also erneut das überflüssige, vom Berliner Senat via seines Music-Boards veranstaltete „Pop.Kultur“-Festival über die Bühne gegangen. Mit knapp anderthalb Millionen Euro wurde das Senatsfestival laut „Berliner Zeitung“ dieses Jahr gefördert, und man hat gut 70 Konzerte und insgesamt etwa 100 Veranstaltungen kuratiert, die etwa 10.000 Besucher*innen angezogen haben. Jede einzelne Veranstaltung hat also gut 15.000 Euro gekostet. Wow, ein ganz schöner Batzen Geld, nicht?

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