Julius Eastman und Bocksgesänge eines Feuilletonisten

26.03.2018

Da ist der kleingeistige, unterschwellig homophobe wie rassistische Tonfall im Feuilleton, wie ihn ein Jan Brachmann anläßlich des Programms der Berliner „Maerzmusik“ (über das man natürlich streiten kann) in der „FAZ“ pflegt:

„Stattdessen wird in diesem Jahr schon zum zweiten Mal in großem Umfang das Werk von Julius Eastman, eines 1990 verstorbenen Aktivisten für die Rechte von Schwulen und Schwarzen in den Vereinigten Staaten, präsentiert, der am Ende erklärte, Musik sei für ihn ‚secondary’, im Klartext: Nebensache. So ungefähr klingt sie auch.“

Ali Farka Touré

26.03.2018

Kann man eigentlich ein Musikmagazin – wurscht, ob Print, Netz oder Glotze – ernst nehmen, das im Jahr 2017, dreißig Jahre nach Erscheinen seines ersten Albums im Westen, keinen großen Beitrag über Ali Farka Touré bringt???

China: Deutsche Medien lügen wie gedruckt!

18.03.2018

Wenn es um China geht, wird hierzulande alles Propaganda, und die deutsche Qualitätspresse lügt gerne wie gedruckt. Die China-Korrespondentin der „FAZ“, Friederike Böge, beispielsweise schreibt in einem Leitkommentar auf der Titelseite am 12.3.2018: „Xi Jinping hat (...) sich nun zum Herrscher auf Lebenszeit küren lassen.“ Hat er? Natürlich nicht. Es ist eine Erfindung von Frau Böge, vulgo: eine glatte Lüge.

Fake News: Musiker*innen sind gezwungen, Konzerte zu spielen, weil sich mit Tonträgern kein Geld mehr verdienen lässt...

17.12.2017

Wissen Sie, was mir wirklich auf den Keks geht? Es sind diese ständig wiederholten Behauptungen in fast allen Medien (denn einer schreibt vom anderen ab, und wenn sich die Fake News dann verselbständigt haben, nennt man es „common sense“...), daß die Musiker*innen und Bands heutzutage, wo sich mit Tonträgern kaum noch Geld verdienen lasse, „gezwungen“ seien, ihr Geld mit Tourneen zu verdienen.

Björk, das Rubato & die Popkritik

17.12.2017

Auch lustig: Eine Björk-Rezension in der „Zeit“.

„Man höre, wie Arca und sie im Eröffnungsstück Arisen My Senses schwere, dramatisch dräuende Orchester-Samples mit metallisch stotternden Beats unterwühlen und Björk ihren Gesang – reines Rubato – ausschließlich an den scheinbar unbesingbaren Rhythmen und Bässen orientiert. Im Titelstück driftet sie fast solipsistisch an einer sich um sich selbst drehenden Flötenfigur vorbei – bis ihr Gesang durch die erst ebenso umgebungsblind dahinknirschenden Beats doch wieder verlässlich in das musikalische Ganze gebunden wird.“

Seiten