06.04.2026

"Woman fighting to save Berlin's nightclubs" vs. Xjazz-Festival vor Aus

Kaum hat die altehrwürdige „The Times“ Berlins angesichts der CDU-Fördergeldaffäre reichlich angeschlagener Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson eine Art Ritterschlag verpasst und sie zur „Woman fighting to save Berlin’s nightclubs“ hochgejazzt (eine Weisheit, die die konservative britische Zeitung für sich allein hat), da wird sie aus dem Londoner Himmel aufs Berliner Pflaster zurückgeholt: Das renommierte Xjazz-Festival steht vor dem Aus.
 
Ursprünglich hätte die 12. Ausgabe von Xjazz - 2022 mit dem Deutschen Jazzpreis als „Festival des Jahres“ ausgezeichnet und seit Jahren ein kulturelles Highlight - im Mai 2026 stattfinden sollen. Nun musste das Festival abgesagt werden, weil die Berliner Kulturverwaltung laut „Tagesspiegel“ „bis zuletzt die Förderzusage verweigert und auch auf Nachfragen nicht reagiert hat“. Ein Armutszeugnis für die Berliner Kulturverwaltung unter Sarah Wedl-Wilson: „Der Ruf Berlins als Kultur-Metropole könnte durch die Absage ernsthaft beschädigt werden.“
 
Peinlich, peinlich.
 
Andrerseits hätte ich da einen Tipp für die Festivalmacher:innen: Einfach mal mit Berlins Polit-zzz Christian Goiny (CDU), dem haushaltspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, in einen Griechenlandurlaub fahren. Dann läuft das schon. Und die Kohle kann sogar ohne fachliche Prüfung vergeben werden.
Falls es dennoch haken sollte, wird Goiny die Kultursenatorin schon angemessen unter Druck zu setzen wissen, so in der Art: „Wir sind jetzt an einem Punkt, wo jeder Tag Deiner Nicht-Entscheidungen anfängt, öffentlich nicht mehr zu verbergenden politischen Schaden anzurichten.“
Notfalls kann man immer noch einen Mitarbeiter Goinys oder eine seiner Parteifreund:innen in den Vorstand des Festivals berufen, um wirklich auf Nummer sicher zu gehen…