10.05.2026

BlackRock-Chef sorgt sich um Ungleichheit

Sehr hübsch, wie sich ausgerechnet Larry Fink, der CEO von BlackRock, plötzlich um die Ungleichheit der weltweiten Vermögen sorgt – verursacht nicht etwa von Kapitalorganisatoren wie seinem BlackRock-Konzern, der mit über 12 Billionen Dollar an verwaltetem Vermögen der weltgrößte „Vermögensverwalter“ ist, an allen DAX-Konzernen beteiligt ist und mit seinen „iShares“ auf einen  weltweiten Anteil von gut 37% an allen börsennotierten Fonds (ETFs) kommt. 
Aber nein, nun soll es ausgerechnet die AI, die künstliche Intelligenz sein, die für globale Ungleichheit sorgt, wie er laut „Financial Times“ im Brief an seine Anleger jammert:  KI könnte Fink zufolge „die Vermögensungleichheit verschärfen, wenn Einzelpersonen keine Möglichkeit haben, an ihrem Aufstieg teilzuhaben“, und ein wachsender Teil der Menschen könne das Gefühl haben, „dass der Kapitalismus nicht für genügend Menschen funktioniert“.  “The massive wealth created over the past several generations flowed mostly to people who already owned financial assets. AI threatens to repeat that pattern at an even larger scale.”
 
Wir sind gerührt und danken Larry Fink für seine Anteilnahme und seinen Sinn für soziale Gerechtigkeit. Hoffentlich funktioniert der Kapitalismus weiter!
 
(BlackRock ist übrigens laut „MarketScreener“ aktuell der fünftgrößte Anteilseigner von Live Nation. Man kämpft eben tapfer auf allen Ebenen für Gleichheit.)