07.04.2017

Plisch und Plum, diese beiden, kämpfen für die Profite der Kulturindustrie...

Plum hat einen neuen Plisch gefunden.
Nachdem ihm der ehemalige VUT-Chef Chung weggelaufen ist, stand Gorny mit seiner Inkontinenz-Allianz eine Weile allein da, nun aber, Gottseidank, hat er einen neuen Verbündeten gefunden, und das ist naheliegenderweise der Chef des Axel Springer-Konzerns, Mathias Döpfner.
Und so plischen und plummen die beiden Granden der Bewußtseinsindustrie durch einen riesigen Raum, der den Herren kostenlos von der „FAZ“ kostenlos zur Verfügung gestellt hat.
Und wenn Plisch und Plum von den „Kreativen“ reden, meinen sie wie gewohnt natürlich nicht...

weiterlesen
06.04.2017

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten... außer Heiko Maas!

Die Bundesregierung hat das von Justizminister Heiko Maas (SPD) entworfene Gesetz gegen „Hate Speech“ im Internet verabschiedet. Was hat es mit dem Gesetz auf sich? Ist es blanker Populismus, oder wird eine private „Meinungspolizei“ eingeführt? Ich würde sagen: beides.
Klar ist: ein derartiges Gesetz ist im Grunde völlig überflüssig. Es gibt einschlägige gesetzliche Regelungen zu Beleidigungen, Volksverhetzung und alles, was dazu gehört. Diese gesetzlichen Regelungen gelten natürlich auch für das Netz und reichen mithin völlig aus.
Wenn die Regierung unter Führung ihres...

weiterlesen
04.04.2017

"Soldaten sind Mörder" (Kurt Tucholsky)

Im syrischen Dorf Al-Mansura haben US-Kampfbomber am 20.März 2017 eine Schule bombardiert und mindestens 33 Zivilisten getötet, darunter 30 Frauen und Kinder.
Involviert in den „verheerenden Luftschlag“ („FAZ“) ist die deutsche Bundeswehr: Deutsche Tornado-Jets haben das Ziel vor dem Angriff ausgespäht und die Fotos an die von den USA geführte „Anti-IS-Koalition“ geliefert.
„Soldaten sind Mörder“, schrieb Kurt Tucholsky 1931. Und dieser Satz ist so gültig und so aktuell wie eh und je. Und er gilt nicht nur für diejenigen, die mit einer Waffe an irgendeiner Front stehen, sondern...

weiterlesen
01.04.2017

Aktuelle weibliche Beiträge zur deutschen Popkultur

Es fällt auf, daß einige der interessanteren Beispiele zur aktuellen deutschen Popkultur, die gleichzeitig zu den wenigen dieser Beiträge zählen, die sich mit der Gesellschaft und ihrer möglichen Veränderung beschäftigen, von Frauen stammen: Christiane Rösingers tolles neues Album etwa (mit dem doppelbödigen Song „Eigentumswohnung“, bitte das Video beachten!), oder die ästhetisch ganz anders daherkommenden Doctorella, oder auch die ästhetisch wiederum völlig andere, famose Gruppe „Gewalt“ (deren andere Bandmitglieder neben Patrick Wagner ja Frauen sind, und das hat gute Gründe, wie Wagner...

weiterlesen
28.03.2017

Vom Untergang des Abendlands

Top-Bestseller in einem der führenden unabhängigen Buchläden Chinas: Englische Version von Oswald Spenglers "Der Untergang des Abendlandes" von 1918/1922.

28.03.2017

Deutschlands Fernsehen Weltklasse!

„Wir haben in Deutschland das beste Fernsehen der Welt.“
Sagt der deutsche Fernsehschauspieler Heiner Lauterbach.
Wo? Im Deutschen Bundestag. Im Ernst jetzt.

28.03.2017

Röhrenjeans statt Frack

Auch die Rezensionen klassischer Konzerte geben mitunter Rätsel auf oder können erheitern:
Christiane Tewinkel schreibt im Berliner „Tagesspiegel“ über ein Konzert des Dirigenten Teodor Currentzis und des MusicAeterna-Orchesters, und sie beginnt mit dem Wichtigsten, denn den wichtigsten Satz soll man ja bekanntlich immer zuerst aufschreiben:
„Teodor Currentzis trägt keinen Frack wie andere Dirigenten, sondern Röhrenjeans.“
Wie jetzt – stülpt er sich die Röhrenjeans irgendwie über den Kopf, oder wie darf man das verstehen, daß er sie „statt“ des Fracks trägt? Und...

weiterlesen
28.03.2017

Erdogan, Nazis und Tamagotchis

Mein Freund Wiglaf Droste versteht es wie kaum ein anderer, die Dinge kunstvoll geschliffen und ebenso vergnüglich auf den Punkt zu bringen. Zum Thema „Erdogan und die Nazis“ beginnt seine aktuelle Kolumne so:
„Wenn führende Repräsentanten einer Kultur, zu deren Lieblingsbeleidigungen ein ödes »Mutterficker!« genauso gehört wie das immerhin etwas originellere »Sohn eines ungewaschenen Eselspimmels!« die Vertreter einer Gesellschaftsform, die in der Kunst der Beleidigung selten über »Arschloch!«, »Wichser!«, »Hurensohn!« oder »Schweinehund!« hinauskommt, als »Nazis!« beschimpft...

weiterlesen
17.03.2017

Filmförderung: Stupid German money...

„Stupid German money“ – so lautete einige Jahr lang der Begriff für die deutschen Filmfördermittel, an denen sich Hollywood bedienen konnte, wenn Großproduktionen mit Brad Pitt, Tom Cruise usw. in Babelsberg oder München hierzulande abgedreht wurden. Es war schon klar: für besonders smart oder gar intelligent hielt die US-Filmindustrie die Deutschen nicht, die ihnen das Geld wahlweise in den Rachen warfen oder in den Hintern schoben.
Dann war es damit vorbei, die Bundesregierung plante, die Filmförderung bis 2017 ganz einzustellen, und die Großproduktionen wanderten nach Prag oder...

weiterlesen
17.03.2017

Wer zahlt für die radioaktiven Altlasten in den nächsten 100.000 Jahren?

Wer zahlt eigentlich für die radioaktiven Altlasten, also für die Lagerung der hochradioaktiven Abfälle? Raten Sie mal. Natürlich nicht die Atomkonzerne, die Riesenprofite gemacht haben. Denn die Bundesregierung hat sich dieser Tage mit den Atomkonzernen RWE, Vattenfall, E.on und EnBW darauf geeinigt, daß die AKW-Betreiber von der Haftung für ihre Atomwirtschaft weitgehend befreit wurden. Sie zahlen 23,55 Milliarden Euro in einen Fonds ein und sind damit aus dem Schneider. Das Geld wird laut Bundesregierung für die Lagerung des Atommülls bis zum Jahr 2099 reichen. Und dann? Wird die...

weiterlesen
14.03.2017

Wie bei der Oscar-Verleihung ein Wirtschaftsprüfungskonzern mal einen Briefumschlag verwechselt hat...

Bei der Oscar-Verleihung haben sie also einen Umschlag mit den Preisträgern verwechselt.
Da konnte das hiesige Feuilleton aber mächtig dankbar sein und wochenlang ausführlich darüber berichten, man hat ja sonst keine Probleme.
Was nur selten zu lesen war: Zuständig für die Verwechslung waren Mitarbeiter des Wirtschaftsprüfungskonzerns PricewaterhouseCoopers, jenes Konzerns, der russischen Oligarchen Persilscheine ausgestellt hat (siehe Yukos), der beispielsweise dem Management der in Bundesbesitz befindlichen und von der Hypo Real Estate ausgegliederten „Bad Bank FMS...

weiterlesen
14.03.2017

Mandoki, Audi, FC Bayern, CDU und Dschingis Khan

„Leslie Mandoki ist einer der bekanntesten Musik-Produzenten Europas“, jubelt der staatliche Radiosender „Antenne Brandenburg“, und er „komponiert Musik für Audi, den FC Bayern München und die CDU“, ein richtiger Staatskünstler also. Audi, FC Bayern und die CDU, ein echt deutsches ABC der Top-Adressen.
Einmal Dschingis Khan, immer Dschingis Khan.

14.03.2017

Udo Fröhliche!

Ob Udo Lindenberg auch schon für Audi, den FC Bayern und die CDU komponiert hat, kann ich nicht sagen. In einer Anzeige wird jedenfalls das neue Buch von und mit und über Udo Lindenberg angepriesen: „Alle Seiten des Panik-Rockers“ soll es zeigen, und es heißt, wie drollig, „Udo Fröhliche!“ Untertitel: „Das neue Lindenberg-Lexikon von Benjamin von Stuckrad-Barre.“ Ein, im Ernst jetzt, „Bild“-Buch. Also „Bild“ im Sinne von „Blöd“ nach der gleichnamigen Zeitung, Sie wissen schon.
Glauben Sie nicht? Bitte schauen Sie unter udo.bild.de, es gibt Sachen, die kann...

weiterlesen
14.03.2017

Bär Läsker, Frank Zander, Gänsebraten und eingefleischte Veganer

Auch so eine Figur ist der sogenannte Bär Läsker, bekannt geworden als Manager der Musikgruppe „Die Fantastischen Vier“ (deren Logo er sich im Oberarm eintätowieren hat lassen, als stete Erinnerung, wer seine Schecks bezahlt, sozusagen – Sie glauben nicht, welche Bandnamen ich mir in den Oberarm und andernorts habe tätowieren lassen!...) und als Castingshow-Heini. Neuerdings ist der Herr auf dem Vegan-Trip, hat ein Buch zu dem Thema veröffentlicht und ist dabei, die fleischfressende Welt zu missionieren. Unter anderem mit großartigen Weisheiten a la „Latte macchiato ist die Ursuppe der...

weiterlesen
14.03.2017

David Bowie stirbt in Madagaskar

Im Jahresrückblicks-Heft des Berliner Stadtmagazins „Zitty“ las ich einen der traurigsten Beiträge des Jahres, nämlich von einer Stephanie Grimm, über ihren „Großen Moment 2016“, und der war für sie der Tod von David Bowie am 11.Januar:
„Das kann nicht sein! Wo doch der Welterklärer meiner Jugend gerade so präsent war: neues Album! Geburtstagssause! Wenig später sitze ich im Flugzeug nach Madagaskar und kann nicht einmal eine Blume in der Hauptstraße ablegen. (...) Nie habe ich Berlin so vermißt, nie war ich so dankbar für das Netzwerk. Auf der Insel weiß niemand, wer Bowie...

weiterlesen

Seiten

Berthold Seeliger - Blog abonnieren