20.12.2013

Armut auf dem Vormarsch

"Armut auf dem Vormarsch - Jeder siebte Einwohner in Deutschland betroffen" titelt die "Berliner Zeitung".
"Ganze Regionen geraten in Abwärtsspiralen aus zunehmender Armut und wegbrechender Wirtschaftskraft, die soziale regionale Zerrissenheit hat eine neue Qualität erreicht, die Spaltung zwischen arm und reich ist tief wie nie (...) Armut in Deutschland befindet sich (...) dauerhaft auf dem Vormarsch. So hat der Anteil der von Armut bedrohten Personen zwischen 2006 und 2012 von 14 auf 15,2 Prozent zugenommen. Damit befindet sich die Armut auf einem neuerlichen Rekordhoch. Als armutsgefährdet gelten Personen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben. Für einen Single-Haushalt lag diese Grenze laut Mikrozensus 2012 bei gut 869 Euro. (...)
Verantwortlich für die Entwicklung ist aus Sicht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands vor allem 'die Amerikanisierung des Arbeitsmarktes', also die Zunahme unsicherer Beschäftigungsverhältnisse in einem wachsenden Niedriglohnsektor. (...)
Beträchtliche Divergenzen sind unter den Großstädten zu verzeichnen. Den mit 26,4 Prozent höchsten Armenanteil weist Dortmund auf, gefolgt von Leipzig (25,9) und Duisburg (25,1). Am geringsten betroffen sind München (11,4 Prozent) und Stuttgart (13,4)."
(laut Berliner Zeitung vom 20.12.2013)

Jugendarbeitslosigkeit in Europa

Jugendarbeitslosigkeit: Haarsträubende Zahlen, keine Rezepte.
"Die Zahlen sind zum Teil haarsträubend: In Griechenland liegt die Jugendarbeitslosigkeit nach jüngsten Zahlen bei 51,5 Prozent, in Italien bei 44,2 Prozent, Spanien verzeichnet 43,7 Prozent und Frankreich 23,4 Prozent. Insgesamt sind es in Europa etwa fünf Millionen Unter-25-Jährige, die erwerbslos sind, berichtet Le Monde und fügt hinzu, daß die Politik noch keine Rezepte für dieses Phänomen gefunden habe, daß dem Problem in den europäischen Regierungen keine Priorität eingeräumt wird."
(Telepolis, 8.10.2014)
 

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