Akuelles Album: 

Metal, Meat & Bone

Erschienen bei: Cherry Red (2020)
Tour: DOG STAB! – The 50th Anniversary Tour
Tourdaten: 
21.01.2022
NL-Amsterdam, Melkweg
22.01.2022
D-Essen, Zeche Carl
24.01.2022
D-Frankfurt, Mousonturm
25.01.2022
A-Wien, Flex
26.01.2022
CZ-Prague, Palac Akropolis
27.01.2022
PL-Wroclaw, Stary Klasztor
28.01.2022
PL-Gdansk, B 90
30.01.2022
D-Berlin, ColumbiaTheater
02.02.2022
DK-Copenhagen, Loppen
03.02.2022
N-Oslo, Rockefeller
04.02.2022
N-Larvik, Bølgen
06.02.2022
B-Brussels, Botanique
08.02.2022
UK-London, Union Chapel
09.02.2022
UK-Bristol, St Georges
10.02.2022
UK-Newcastle, Boiler Shop
11.02.2022
IRL-Dublin, Button Factory
12.02.2022
UK-Leeds, Irish Centre
14.02.2022
FI-Helsinki, The Savoy Theatre

The Residents

DOG STAB! – The 50th Anniversary Tour

(English version below)

Eigentlich war diese Tournee für Anfang 2021 geplant, die Venues bereits gebucht. Doch dann kam Corona, und alles musste verschoben werden – für The Residents möglicherweise keine allzu große Überraschung: In ihrem 2017 aufgeführten Programm „In Between Dreams“ trugen die Bandmitglieder nicht mehr ihre berühmten (und viel kopierten) "Eyeballs“, sondern Masken von Pest-Doktoren des 17. Jahrhunderts, als ob sie die Pandemie geahnt hätten. The Residents waren ihrer Zeit schon immer voraus.
Und so kommt es, dass aus der im letzten Jahr geplanten Tournee nun 2022 eine Jubiläums-Tour wird: 50 Jahre gibt es dann diese legendäre kalifornische Band, und ihr Motto ist: „Holding up the Underground since 1972!“

Wie immer gibt die geheimnisvolle Band nur ungern Details zu ihrem neuen Programm preis. Soviel konnten wir jedoch von einem Sprecher der Band über ihre geplante Show in Erfahrung bringen:

„Featuring songs from the group’s classic period, as well as their most recent album, The Residents are pleased to announce the DOG STAB! Tour, gloriously celebrating their odd and improbable fifty years of existence. Focusing on the band’s iconic DUCK STAB! album from 1978, the performance will also spotlight music from Metal, Meat & Bone, released in the summer of 2020. Always unpredictable, the group will also feature a few unexpected surprises in this curious and unique carnival of chaos.”

Einen weiteren Höhepunkt in der an Höhepunkten nicht eben armen Geschichte der Band stellte in der Tat ihr 2020 erschienenes und von der Musikpresse einhellig bejubeltes Doppel-Album „Metal, Meat & Bone” dar: „Die anonymen Dauer-Avantgardisten kommen auf der Suche nach sich selbst im Blues an”, schrieb das Musikmagazin „eclipsed“: Die Band erzählt hier die Geschichte des vergessenen Albino-Bluesmusikers Alvin Snow aka Dying Dog, der eine Reihe unveröffentlichter Aufnahmen hinterlassen hat und nach dem Tod seines großen Vorbilds Howlin‘ Wolf spurlos verschwunden ist. Auf der einen CD präsentierten The Residents die lange verschollenen Originalaufnahmen von Dying Dog, die stark an den Sound eines Screaming Jay Hawkins erinnern; auf der anderen haben die Residents Coverversionen dieser Songs eingespielt, „in ihrem typischen Klang-Outfit, kühl, distanziert und mystifizierend“ (Wolf Kampmann). Auf ihrer Europatournee planen The Residents, neben den verschiedenen Versionen der Blues-Songs von Dying Dog auch Tracks ihres „Duck Stab!“-Albums von 1978 zu präsentieren: DUCK STAB! und DOG STAB! – 50 Jahre voller „verspielter Abenteuerlust“…

„Auf dem Doppelalbum sind nun beide zu hören: die räudigen, kehligen Blues-Songs, die von einer Reihe feiner Musiker durch den Mangrovensumpf geschleift werden, wie es sich in Louisiana gehört, und die Bearbeitungen und Neuschöpfungen der Residents, die den Schrecken potenzieren, der den Originalen zugrunde liegt, darunter das markerschütternde „Die! Die! Die!“ mit Frank Black von den Pixies. Insbesondere das dazugehörige Video, in dem ein grinsendes Coronavirus seinem Gegenüber den Tod wünscht, bevor dann Donald Trump an der Reihe ist, verwandelt den Song in einen galligen aktuellen Kommentar.”    (Rolling Stone, 3 ½ Sterne)

„Grundsätzlich haben die Residents als Popkulturkenner, die sie ja seit mehr als vier Jahrzehnten auch sind, Tribute-Songs und Alben zu einem ihrer Kerngeschäfte erklärt. (…) Hier wird keine Popkultur gespiegelt, hier wird auf den Spuren der eigenen Vergangenheit erzählt. Es ist eine Liebeserklärung und auch eine Heimatgeschichte geworden, Snow kam aus der Ecke, in der die Residents ihre Jugendjahre verschenkten. Jetzt spielen die ewigen Avantgardisten sich und ihrer Community den Regional-Blues aus Louisiana in Form von Strychnin-haltigen Proben, von grotesken Abwandlungen zu. In einem Mix aus Fiktion und Reality-Show, der sich noch Bahn bricht durch die kosmischsten Chöre und komischsten Keyboards, die zuletzt zu hören waren.“    (Frank Sawatzki, Musikexpress, 4 ½ Sterne)

„The Great Blues Swindle.
Wer sind die Residents? Mit absoluter Sicherheit wird man diese Frage wohl niemals klären können. Die Beatles werden in diese Gruppe ebenso hineinmythisiert wie Captain Beefheart. (…) So entstand ein episches Album. Seit 50 Jahren auf Mission, haben sie noch immer nichts von ihrer verspielten Abenteuerlust eingebüßt. Die Residents sin d ebenso ein Phänomen wie ihr nimmer versiegender Einfallsreichtum.“    (Wolf Kampmann, eclipsed)

"The costumes and players may change but The Residents remain the same: Bay Area myth-makers poking fun at modern America through their art, music and films.”    (The Wire)

English version:

Originally, this tour had been planned for early 2021 already. The venues had been booked, everything had been planned – then came the pandemic. Maybe not really a surprise for The Residents, who had worn plague masks of the 17th century instead of their famous Eyeballs, when they performed their “In Between Dreams” show down in 2017 – as if they had foreseen the pandemic…
Their tour has been postponed, and now, in 2022, it happens to be an anniversary tour: The Residents are „holding up the Underground since 1972!“, as San Francisco’s increasingly curious eyeball collective claims on their tour poster after 50 years of adventures and obscurity.

As always, the group leaves their new show being quite a secret, but here’s what a spokesman of The Residents has told us about the new program:

„Featuring songs from the group’s classic period, as well as their most recent album, The Residents are pleased to announce the DOG STAB! Tour, gloriously celebrating their odd and improbable fifty years of existence. Focusing on the band’s iconic DUCK STAB! album from 1978, the performance will also spotlight music from Metal, Meat & Bone, released in the summer of 2020. Always unpredictable, the group will also feature a few unexpected surprises in this curious and unique carnival of chaos.”

Without any doubt, their album “Metal, Meat & Bone” from 2020 is another highlight in their fantastic career: Realizing a career-long ambition, The Residents finally explore The Blues! Having been turned on to the music of lost bluesman Alvin Snow, aka Dyin’ Dog, the group presents their interpretations of all ten of Snow’s known recordings, alongside several new compositions inspired by his work.
Fans will be familiar with The Residents love of cover versions and imposing themselves on the material of countless seminal artists. ‘Metal, Meat & Bone’ sees the group take that approach a step further, having discovered a previously unknown artist on their own doorstep and found themselves moved to record their own tribute to his work. The result is a collision of the pain of the wounded bluesman and the subversive and unpredictable sound of this most unique of bands. The Residents present an entire suite of ‘The Songs Of Dyin’ Dog’ alongside the original Alvin Snow recordings, as discovered by longtime friend and associate Roland Sheeehan.

“The costumes and players may change but The Residents remain the same: Bay Area myth-makers poking fun at modern America through their art, music and films.”    (The Wire)

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(ab hier älterer Content zu vorherigen Programmen)

The Residents: "In Between Dreams"

Nach den sich über mehrere Jahre hinziehenden Feierlichkeiten zu ihrem sage und schreibe 40jährigen Bühnen-Jubiläum, das The Residents mit einer Trilogie neuer Tournee-Programme zelebriert haben, feiert 2017 ein neues spektakuläres Bühnenprogramm der legendären, 1969 gegründeten Band Premiere:
„In Between Dreams“ (das Ende März in sechs ausverkauften Shows in Tokyo uraufgeführt wurde).

Wie immer gibt die geheimnisvolle Band nur ungern Details zu ihrem neuen Programm preis. Soviel konnten wir von einem Sprecher der Band erfahren:
In Between Dreams.
Adding new material to a selection from their catalog of almost 500 songs, The Residents invite their audience to escape to a land of dreams, where the act of posing questions outweighs the art of answers.
But what waits in between dreams - does consciousness bring reality or the ultimate illusion called life?“
Wieder einmal beschäftigen sich die Residents also mit den ganz großen Fragen.
Sie nehmen ihr Publikum mit auf eine Reise ins Land der Träume, und sie fragen sich: Was passiert da genau? Was wartet in der geheimnisvollen Zone zwischen den Träumen? Realität, oder die ultimative Illusion, die wir „Leben“ nennen?

Hier das aktuelle Video, "Rushing Like A Banshee", die Single vom Album "The Ghost Of Hope" - ein Track, den die Band auch auf ihrer Europatournee spielen wird (das Video wurde übrigens von Facebook abgelehnt, also zensiert...):

Statt ihrer berühmten (und vielkopierten) „Eyeballs“ tragen die Residents in ihrem neuen Programm Masken von Pest-Doktoren aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Im 44. Jahr ihrer Bühnen-Existenz werden The Residents mit ihrem neuen Programm „In Between Dreams“, das wie immer eine einzigartige Mischung aus Musik, Theater und Performance darstellt, im November 2017 auf Europatournee kommen und einige der wichtigsten Konzertsäle des Kontinents bespielen, u.a. das Concertgebouw Amsterdam oder das Centre Pompidou Paris. In Deutschland sind fünf Auftritte geplant.
"Obsession, insanity and the coming Apocalypse have never sounded better."

Soeben ist auch das neue Album der Band erschienen. Unter dem Titel „The Ghost of Hope“ haben die Residents Songs über Eisenbahn und über Zugunglücke zusammengestellt. Ihre eigene Version von Kraftwerks „Trans-Europe-Express“ vielleicht, wie der US-„Billboard“ meint? Musikalisch nahe an dem legendären „Eskimo“-Album von 1979, diskutiert das neue Residents-Album die Diskrepanz zwischen technologischer Entwicklung und der Entwicklung der Gesellschaft, in der diese Technologie eingesetzt wird. Es ist naheliegend, daß die Residents hier über die digitale Gesellschaft unserer Zeit reden – waren die Residents doch seit jeher Pioniere der technologischen Entwicklung:
„They were always looking for a technological change or a new wrinkle that would enable them to realise an idea“, sagt Cryptic Corporation-Sprecher Homer Flynn über die Residents und fügt hinzu: „The Residents are probably a little more conservative in the digital age.“ Oder soll man „skeptisch“ sagen angesichts der fatalen Fehlentwicklungen im Reich von Big Data?

In einer Titelgeschichte (!) des renommierten Magazins „The Wire“ im April 2017 heißt es über The Residents: „The costumes and players may change but The Residents remain the same: Bay Area myth-makers poking fun at modern America through their art, music and films. (...) The disquieting subtext of The Ghost of Hope is that technology threatens society.“
 

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The Residents haben das erste Musikvideo der Geschichte hergestellt (dieses und andere ihrer Werke findet man in der ständigen Sammlung des MoMa New York!), sie haben die berühmten und viel zitierten (und plagiierten) "Eyeballs" erfunden und zum Funkeln gebracht, sie haben legendäre Filme gedreht, Videospiele und Comics erfunden und Museumsperformances gespielt. Und die Residents haben eine beeindruckende Serie von Alben eingespielt (Third Reich'n Roll, Meet The Residents, Eskimo, The Commercial Album u.a.).  Das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts sah The Residents mit durchgeladener Maus in vorderster Front auf den Barrikaden der digitalen Revolution. Ihre CD-ROMs „Freak Show“ oder „Bad Day On The Midway“ gelten als Meilensteine digitaler Unterhaltung. Die Residents sind Ikonen in der Welt experimenteller und performativer Musik und werden für ihre bahnbrechende Arbeit in Genres wie Trance, Fusion, Electronica, Punk oder Industrial weltweit von den Fans verehrt. Der „Rolling Stone“ bezeichnete die Band als eine der „30 Artists You Need To See“.
Einer ihrer größten Fans ist übrigens Simpsons-Erfinder Matt Groening.

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„Our culture does appear to be in the middle of a train wreck, unfolding in slow motion as well as glorious high def – a train wreck that makes Obama’s ‚hope’ feel fairly quaint. Regardless, The Residents remain hopeful... I prefer to see The Residents as realists with a sense of humour as opposed to cynics. Cynism is too easy.“   (Homer Flynn in „The Wire“)

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THE RESIDENTS present SHADOWLAND

Zu ihrem 40jährigen Band-Jubiläums haben die Residents eine spektakuläre Triologie neuer Programme einstudiert, die die Vielfalt ihrer gesamten Karriere wiederspiegelt. Deren dritter Teil, „Shadowland“, hatte im März 2015 Premiere und gilt Presse und Fans bereits jetzt als eine der besten Residents-Shows ihrer langen und eindrucksvollen Karriere:
"Obsession, insanity and the coming Apocalypse have never sounded better."

Das sagen die Residents selbst über ihr neues Programm, mit dem sie Anfang 2016 auf Europa-Tournee gehen:

„Concluding the celebration of their 40th anniversary, The Residents are pleased to announce Shadowland, Part 3 of the Randy, Chuck & Bob Trilogy. Aspiring to examine life in reverse, the trilogy began in 2010 with The Talking Light, a study of ghosts and death; reflecting on love and sex, the group continued with their Wonder of Weird tour in 2013; and finally with Shadowland, Randy, Chuck & Bob will focus on the beginning of life - birth. As with Parts 1 & 2 of the trilogy, Part 3 will feature music from The Residents’ extensive catalog interspersed with short videos about birth, rebirth, reincarnation and NDEs (near death experiences).“

Einer ihrer größten Fans, Simpsons-Erfinder Matt Groening, überredete sie zu einem Auftritt beim ATP Festival. Und unlängst erschien ein Film über die Residents mit dem Titel „Theory of Obscurity“, der auf vielen Filmfestivals gezeigt wird.

Ihre neue Show „Shadowland“, die im August diesen Jahres beim polnischen OFF-Festival Europapremiere feierte, wurde in der US-Presse bejubelt und gilt als eines der „rockigsten“ Programme der Band.

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"The Residents are a trio these days with a lead singer, guitarist, and keyboardist who also plays samples and electronic drums. Both the guitarist and keyboardist have virtuoso chops and for a three-piece the band can create a phenomenally majestic sound.
Shadowland incorporates some of their classic compositions into the new songs and Thursday night they were rolling out the hits: Blue Rosebuds. Harold The Head. Weight Lifting Lulu. Constantinople. Easter Woman. Old-school fans were in heaven.
Some of these older songs were so radically reinterpreted that sometimes the band would be a couple minutes into a song before you could even tell what it was. That was part of the fun.

"The Residents" are constantly reinventing themselves and Thursday night was no different. They had totally new costumes and stage designs.
Like every tour this one was completely different from the one before. People like to think of them as the classic eyeball helmets in tuxedos, but the truth is "The Residents" wear many faces.
Both musically and artistically they have never been better and Shadowland is a great showcase of what they have done and can do."
                             NBC Review of „Shadowland“-Premiere, March 2015

 

 

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Und hier noch Infos zu Part 2 der Triologie:

Bis heute weiß niemand, wer sich hinter den Masken der Residents verbirgt, der Band ist es gelungen, die Identität ihrer Bandmitglieder über vier Jahrzehnte geheim zu halten - sind es gar einige der Beatles, wie bei Bandgründung mutmaßt wurde? Who knows...

 

 

The Residents

Zu ihrem 40jährigen Jubiläum haben die Residents ein spektakuläres neues Programm einstudiert, das die Vielfalt ihrer gesamten Karriere wiederspiegeln wird - doch lassen wir sie (bzw. ihren Sprecher) selber erzählen:

"THE RESIDENTS' "WONDER OF WEIRD"
Holding up the underground since 1972, The Residents celebrate four decades of unbridled creativity with "The Wonder of Weird," their 40th anniversary tour. Having recently come out as Randy, Chuck and Bob after years of anonymity, the group now presents itself in concert as the ultimate offbeat power trio, pared down to guitar, keyboards and vocals. Shrugging its collective shoulders, the band re-interprets and devours its classic material like a hungry horse inhaling hay, while still stumbling along at full speed.
In addition to showcasing their vast music catalog, the performance also reveals the raw soul of The Residents' lead singer, Randy Rose. After disclosing that his current life partner is a cat, Rose proceeds to confess the failure of eleven marriages while boldly baring the residue of a life-long sexual addiction. 
Sex, shrugs and anti-rock'n roll - it's all there in The Residents' "Wonder of Weird."

"Wonder Of Weird" - das große kleine Rock'n'Roll-Welttheater der Residents.