Foto: Gabriele Summen
Akuelles Album: 

Maurice & die Familie Summen: „Bmerica“

Erschienen bei: Staatsakt/Caroline
Besetzung: 
Maurice Summen - Gesang
Moritz Baumgärtner - Drums
Ramin Bijan - Gitarre, Vocals
Jérôme Bugnon - Posaune
Tobi Cordes - Bass
Susanne Folk - Saxophon, Flöte, Gesang
Richard Koch - Trompete
Michael Mühlhaus - Keyboards
Felix Müller - Gitarre, Vocals
RENU - Percussion
Tour: Maurice & die Familie Summen: Bmerica-Tour

Maurice & die Familie Summen

Hier kommt die großartigste deutsche Soul-Funk-Jazz-Whatever-Live-Band:
Maurice & die Familie Summen! Eine All-Star-Band, wie es sie in der deutschen Musikszene bisher wohl nicht gegeben hat, denn Maurice Summen, dieses laut Musikexpress „singuläre Großtalent“ (of Die Türen- und natürlich Staatsakt-Fame, letzteres laut taz „das aufregendste Plattenlabel Berlins“) hat für sein Herzensprojekt nur Musiker*innen vom Allerfeinsten um sich versammelt: In der Brass-Section und am Bass sind Musiker von Seeed, den Beatsteaks oder vom Andromeda Mega Express zu hören, der Keyboarder spielte eine Ewigkeit bei Blumfeld, der Drummer bei Bonaparte und ist jetzt beim Melt Trio, der Gitarrist spielt bei Kante, die Percussionistin arbeitet u.a. mit Grace Jones oder Alabama 3, und natürlich sind auch Mitstreiter von den Türen mit im Boot.
Und dieses Boot bietet etwas, was man in Deutschland selten hört, und wenn, dann nicht in dieser Qualität, in derart ausgefuchsten Arrangements und mit so viel Spielfreude, nämlich tatsächlich: Soul! Funk! World! Jazz! Und natürlich mit einer Big-Band voll von Verweisen nach Bmerica, denn so heißt das Debütalbum dieser Truppe – wer A sagt, muß bekanntlich auch B sagen…

Das Faszinierende: Maurice Summen „hat den Funk und Soul wie kaum einer in diesem steifen Land, und mit ‚Der Familie Summen‘ eine fantastische Band!“ So die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrem Feuilleton. Und der „Spiegel“ ernennt Maurice mal eben zum „Funky Old Nobody“. Doch es ist nicht nur die tolle Musik, die in Herz und Beine geht – nicht zuletzt präsenteren Maurice & die Familie Summen hervorragende Texte, Songs mit Haltung zu den Themen der Zeit. „Nichtantworten ist das neue Nein“, heißt es da ganz smartphonepessimistisch. Oder man pocht auf sein „Recht auf Unerreichbarkeit“ und will „Zeit zurück“ – in dem Song gibt dann allerdings Deichkind-Rapper Kryptic Joe Kontra: „Also Maurice, sag, wo willste hin? Dit is Schnee von gestern, mehr ist nicht drin", hält er ihm „über freijazzendem Saxofon und stolpernden Beats berlinernd vor“ („SPON“). Und es wird klar, daß Summen sein Publikum immer wieder an der Deutungsnase herumführt; über eine satte Portion Selbstironie verfügt Maurice Summen, „einer der klügsten Musiker und Texter der Republik“ („SPON“), sowieso. Und gleich der erste Song gibt die Losung aus für unsere Zeiten des permanenten Mißvergnügens: „Zeichen des Widerstands sind wichtig“, heißt es da. Der Kern des Ganzen, wenn man so will. Aber der Widerstand von Maurice & die Familie Summen besteht eben auch darin, den Zweifel zuzulassen, ja vielleicht sogar zu lieben. Es gibt keine einfachen Antworten. Es geht um Haltung. Und es ist sowieso unsagbar cool, die bessere Musik zu haben.

Live spielen Maurice & die Familie Summen, diese zehnköpfige All-Star-Band, alles in Grund und Boden, was sich ihnen in den Weg stellt. Denn die „wichtigen Zeichen des Widerstands“ sollen schließlich auch Spaß machen. Und tanzbar sein. Superb.

Pressestimmen:

„Könnte sich bitte mal das fantasiearme deutsche Publikum einen Ruck geben und diesen Mann zu jenem Star machen, der er längst sein müsste?
Das Projekt kommt ohne angeberischen Supergroup-Gestus aus, ist vielmehr einem gemeinschaftsstiftendem Gedanken verpflichtet, den man in den geschmeidigen Arrangements und dem völlig organisch vom P-Funk der späten 70er („Zeichen des Widerstands“) über sämigen 90s-Soul-Indiepop („Traurige Gesichter“) zum HipHop der Nullerjahre („Nichtantworten ist das neue Nein“ mit seinem von 50 Cent geliehenen Bounce) und zurück mäandernden Sound jederzeit zu hören glaubt.“
(Musikexpress, 5 Sterne)

„Mit P-Funk gegen die Verhärtungen des Zeitgeists: Maurice & Die Familie Summen machen Diskurspop groovy. (…)
An Sly‘s Supermax-Hit "Lovemachine" erinnert Summen in "Kommerzialisierung", einem pumpenden Abgesang auf den Fetisch Geld: "Die Kommerzialisierung der Welt/ Hat uns nichts gekostet… na gut/ ein bisschen den Verstand". Für den deepen Groove von Summens musikalischer Zeitreise zwischen Kurtis Blow und Holger Czukay sorgten die Produzenten Olaf Opal (Liquido, Die Sterne) und Michael Mühlhaus, der einst Kante- und Blumfeld-Platten betreute.
"Code is Law, aber Programmieren ohne Gewissen ist Kot, also Scheiße", weiß auch Summen. Im großartigen Öko-Gospel "Klima" spricht er seinen Text und entwirft, über Krautrock-Space-Funk-Schunkeln plaudernd, ein Panorama der deutschen Zerstreutheit 2017: "Ist das noch Wetter oder schon Klima?" Play that funky music, white boy!“

(Andreas Borcholte, „Spiegel Online“, 9.0 von 10 Punkten)

„Er hat den Funk und Soul wie kaum einer in diesem steifen Land, ohne dabei im Retrosumpf zu versinken, und mit "der Familie Summen" eine fantastische Band!“
(Süddeutsche Zeitung)

„Maurice Summen ist eine Art Zeitgeist-Kolumnist, zu dem wir tanzen können. Kein Erklärer, kein Lehrer, kein teacher, kein Preacher, sondern ein MC im klassischen Sinne, ein Gastgeber, der die Ceremony moderiert, aber nie vergißt, daß es trotz aller thematischer heaviness eine Party ist. Und das gilt doch eigentlich auch für Curtis Mayfield, Parliament/Funkadelic, Stevie Wonder oder Knarf Rellöm – die alle wie ein Google-Logariddim Begriffe und Themen aus ihrem Kosmos gesiebt haben, die viele Menschen und sie selbst umtreiben, und mit diesen dann in funky jams losgeritten sind…“
(Björn-Sonnenberg Schrank)