Akuelles Album: 
Bu Bir Ruya
Erschienen bei: Glitterbeat (Cat-No: GBCD/LP 011)
Besetzung: 
Hugo Race: vocals, guitars, bass, loops, programming
Chris Eckman: vocals, guitars, loops, kalimba
Murat Ertel: vocals, electric saz, divan saz, bağlama rhythm machine
Ümit Adakale: darbuka, davul, bendir, percussion
Tour: Bu Bir Ruya-Tour
Tourdaten: 
02.11.2018
Geislingen, Rätsche
1
03.11.2018
Reutlingen, franz.K
05.11.2018
CH-Zürich, El Lokal
06.11.2018
Frankfurt, Brotfabrik
07.11.2018
Hamburg, Nachtasyl
08.11.2018
DK-Copenhagen, ALICE
11.11.2018
Berlin, Quasimodo

Dirtmusic

Als ich vor etlichen Jahren das erste Mal in Europa Dirtmusic präsentiert habe, waren es Chris Eckman, Hugo Race und Chris Brockaw, und sie waren zusammen mit der großartigen Tuareg-Band Tamikrest auf Tournee. Seitdem ist einige Zeit vergangen – jetzt aber sind Dirtmusic zurück, und wie! Ihr neues, fünftes Album ist das beste bisher und dürfte in den Bestenlisten 2018 auf vordersten Plätzen landen: Denn „Bu Bir Ruya“ (Glitterbeat) ist ein Meisterwerk, das allen Fans der Walkabouts, von Hugo Race, aber auch der türkischen Psych-World-Band Baba Zula Glücksgefühle bereiten dürfte. Neues Mitglied der Band ist nämlich kein Geringerer als Murat Ertel, der türkische Psych-Visionär und Mastermind hinter Baba Zula. Das Album, aufgenommen in Istanbul in schwierigen Zeiten, navigiert zwischen hypnotischen Rhythmen, natürlich wie gehabt Blues & Americana und den düsteren politischen Realitäten speziell in der Türkei, aber natürlich auch weltweit.

„Chris Eckman und Hugo Race verbinden Politik und Schönheit“, jubelt der „Rolling Stone“ (und da fällt einem natürlich sofort Brechts Diktum „Wir werden ohne den Begriff der Schönheit nicht auskommen“ ein, auch inmitten aller politischen Kämpfe…), der Musikexpress vergibt 4 ½ Sterne, und im „Journal Frankfurt“ findet sich das Album auf Platz 2 der besten Neuerscheinungen.

2018 treffen bei Dirtmusic Post-Punk, türkischer Psych, Funk Rock und Elektro aufeinander, ohne die Wurzeln zu verleugnen – und diese Wurzeln liegen in den USA (und dort bevorzugt in der Wüste, Stichwort „Wüstenrock“), in Australien und der Türkei. ‚Safety in Numbers' ist sofort ein Klassiker, der Race in einer gebietenden Rolle zeigt; ‚Love is a Foreign Country' ist eine Kollaboration mit Gaye Su Akyol und ein Schmankerl für alle, die deren Album „Hologram Imparatorlugu“ lieben, eine der herausragenden Glitterbeat-Veröffentlichungen von 2016. Und natürlich kommen auch Fans von Baba Zula auf ihre Kosten, besonders beim bemerkenswerten Titeltrack, mit dem das Album endet.
Dirtmusic auf der Höhe ihres Könnens, ein bemerkenswertes künstlerisches Statement mit Haltung!

Pressestimmen:

„Die Tragödie der Flüchtlinge aus dem Süden ist eine der großen Erzählungen unserer Zeit. Auf dem fünften Album ihrer Band Dirtmusic finden Hugo Race und Ex-Walkabout Chris Eckman zusammen mit Murat Ertel, dem Saz-Spieler der türkischen Band Baba Zula, dazu nicht nur die passenden Worte, sondern auch eigenwillige, grenzüberschreitende Musik. Über einem orientalischen Funk-Beat stellt ‚The Border Crossing‘ die Frage, wie man mit einer kleiner gewordenen Welt umgeht. (…) Aufgenommen in Istanbul, ist ‚Bu Bir Ruya‘ das bislang gelungenste Album von Dirtmusic. Trance induzierend und virtuos, voller klarer politischer Worte und dabei trotzdem zum Weinen schön.“
(Jürgen Ziemer, „Rolling Stone“, 3 ½ Sterne)

„Die Tracks bekommen durch den Istanbuler Saz-Spieler Murat Ertel einen türkisch-orientalischen Touch. Doch Eckman und Race halten mit ihren hypnotischen Drums-/Percussion-Loops, ihrem dezenten Gitarrenspiel und ihren rauen Erzählstimmen dagegen. So entsteht ein ebenso famoser und grooviger wie auch melodischer und psychedelischer Triprock.“
(eclipsed, 8 von 10 Sternen)

Music to stay sane sei das, sagen Dirtmusic, spielen sich in Trance, um der unsicheren Zukunft ein Beschwörungsritual entgegenzusetzen.“
(Journal Frankfurt)

„Wer türkische Musik nur vom Frisör, Restaurant oder der Döner-Bude kennt, dem öffnen sich auf ‚Bu Bir Ruya‘ (übersetzt ungefähr ‚Dies ist ein Traum‘) Horizonte. (…) Die Elemente aus westlichem Folk und Rock verschmelzen mit afrikanischen, vor allem aber orientalischen Elementen zu einer pulsierenden Melange. Natürlich kann sich das Album nicht von der Politik lösen, dafür dringt sie viel zu weit in das Leben jedes Beteiligten vor. (…)
Dirtmusic fassen die Themen Grenzen und Flucht in allgemeingültige Sätze, und die Prognose sei erlaubt: Dieses jeden Moment starke Album kann man in zehn Jahren hervorholen, ohne daß es musikalisch oder textlich gealtert ist.“
(Musikexpress, 4 ½ Sterne)

„This isn’t art that offers the pabulum of comfort. And that’s what makes it so good, so remarkable. It has the outrage of punk, but with a global awareness, everything compressed into something as heavy as a dark star. ‘Bu Bir Ruya’ pulls together the threads of Dirtmusic with Ertel’s wild, ragged colours and creates a broken mirror of music for today’s world. Not pretty, perhaps, but real, passionate, and piercing. Like the man said, think and dance.”
(fRoots Playlist ***** Album Choice)