28.02.2014

Kapital schlägt Arbeitslohn

"Kapital schlägt Arbeitslohn" titelt die "Berliner Zeitung" und berichtet:"Auf den ersten Blick sieht das nicht schlecht aus: Die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer in Deutschland sind seit dem Jahr 2000 um knapp 28 Prozent gestiegen. Aber leider kann man sich dafür nicht mehr kaufen als zur Jahrtausendwende, wie das WSI-Tarifarchiv der Hanns-Böckler-Stiftung berichtet. Denn berücksichtigt man die Preissteigerungen, dann liegen die Löhne real 0,7 Prozent unter dem Niveau von 2000. Die Kaufkraft ist also über den Zeitraum gesehen nicht gestiegen.Besser sah es hingegen für die Personen aus, die Einkommen aus Vermögen und Beteiligungen an Unternehmen bezogen. Die ließen nämlich die Arbeitnehmer weit hinter sich: Zwischen 2000 und 2013 legten diese Einkommen nominal um rund 62 Prozent zu. (...) Gewinn- und Vermögenseinkommen legten stärker zu als die Bruttolöhne der Arbeitnehmer. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Deregulierung des Arbeitsmarktes in den vergangenen Jahren. Die Hartz-Reformen verstärkten den Druck auf die Löhne, gleichzeitig sei der Niedriglohnsektor gewachsen, so das WSI."(laut "Berliner Zeitung" vom 26.2.2014)