15.10.2012

News 10 / 2012

Peter
Hammill

Wie leichtsinnig
wird in der Rockmusik mit dem Begriff "Legende" gearbeitet. Peter
Hammill allerdings verdient den Legendenstatus ganz sicherlich: Seit sage und
schreibe 1967 ist Peter Hammill "around", zunächst als Gründer und
einer der Köpfe von Van der Graaf Generator, und seit 1972 mit einer veritablen
Solokarriere. Das neue Album "Consequences" ist Peter Hammills
dreißigstes Soloalbum mit Originalmaterial!

Berühmt ist Peter
Hammill für die literarische Qualität seiner Texte. Oft setzen sie sich mit
düster-existentialistischen Themen auseinander und erforschen Angst,
Einsamkeit, Obsessionen. Doch seit langem setzt sich Peter Hammill auch mit
ökologischen, sozialen und politischen Themen auseinander. Musikalisch war
Peter Hammill immer ein Freund von Experimenten. Seine 1975 erschienene Platte
"Nadir's Big Chance" nahm gar die Punk-Ästhetik vorweg und wurde von
Sex Pistols-Gründer Johnny Rotten als "Inspirationsquelle" genannt.

Das neue Album
"Consequences" hat Peter Hammill in anderem Stil als sonst
aufgenommen: die Texte und Songs waren komponiert, ehe er sie in seinem
Homestudio aufgenommen hat. Eine Folge davon ist die vielfältige Verwendung von
übereinandergelegten Chorgesängen, ein Element, das seit jeher den Sound seiner
Soloalben bestimmt hat, doch noch nie so deutlich wie hier -
"konsequent" eben. Wobei mit "Consequences" die
Konsequenzen unseres Handelns gemeint sind, und wie wir mit ihnen umgehen.

Ein hervorragendes
Album des mittlerweile 63jährigen Avantgardisten, zugänglicher als zuletzt, und
am Ende mit "Bravest Face" plötzlich noch einer "seiner typischen epischen Songs im Stile von Wondering (...)
Melodiös, eingängig" (Eclipsed, 8 von 10 Punkten).

Und die Konzerte
des charismatischen Performers sind schon immer ganz besondere Erlebnisse, die
für die Fans des Künstlers Pflichttermine darstellen. 

Lambchop

Wochen voraus waren
die meisten Konzerte ausverkauft, als Lambchop zu Beginn diesen Jahres endlich
wieder auf Europatournee gingen, um ihr neues Album "Mr. M"
vorzustellen - von Berlin bis München, von Wien bis London, von Amsterdam bis
Stockholm. "Mr. M" ist sicherlich "eine
der besten Lambchop-Platten" (Süddeutsche), "ein musikalischer Versuch über die Liebe angesichts des Sterbens
(...) Wagner hat Lieder geschrieben, die einen zum Weinen bringen (...) Wagner
ist der unwahrscheinlichste Crooner der Welt, die Geigen barmen bis zum
schmerzhaften letzten Akkord. Wagner geht ganz vorn, alle folgen ihm, bis die
Platte dasteht. Groß, traurig, hoffnungsvoll." (Rolling Stone, 4 1/2
Sterne!).

"Ein stilles Album im Wissen um die
Erdanziehungskraft der Liebe" (Musikexpress, 4 1/2 Sterne!). "Wagnerfestspiele
- hypnotisch schöne Balladen, die geprägt sind von einer sparsamen
Bar-Jazz-Instrumentierung und Wagners fast streichelndem Grummel-Bariton. (...)
Noch nie klang diese bittersüße Melancholie so betörend schön und so
erhaben." (Stern)

 "Der dritte Meilenstein von Lambchop. Der
plüschige Swing eines Frank Sinatra trifft auf die psychedelischen Experimente
eines Miles Davis. Lambchop evoziert mit traumhaft-flüchtigen Texten Stimmungen
purer Menschlichkeit."
(Neue Zürcher)

"Psycho-Sinatra." (Visions)

Und wir freuen uns, daß wir Lambchop für eine Zusatztournee gewinnen
konnten. Kurt Wagner teilte mit, daß die Konzerte dieser Herbsttournee einen
geringfügig anderen Charakter haben werden als die zu Jahresbeginn - zum einen
stellen Lambchop ihr neues Bandmitglied Matt Glassmeyer vor, einen gewieften
Multiinstrumentalisten, der nicht nur diverse Holzblasinstrumente (von
Klarinetten bis Flöte), sondern auch verschiedene Perkussion- und weitere
Instrumente beherrscht und laut Kurt Wagner "a variety of sounds and
textures" zum Lambchop-Sound beitragen wird. Außerdem hat Kurt Wagner ein
Set mit einer Mischung von Songs aus "Mr. M" sowie älteren Stücken angekündigt:

"We can also now
proceed to construct a show that mixes songs from Mr. M with other songs from
our past given a revised approach by virtue of this addition to our sound.

It will still be a quiet
show most likely as I've become committed to the idea that our show delivery
will be unique in it's sonic presentation but I will also be more interactive
with the audience once the notion of our sound is established."

Die Lambchop-Fans dürfen sich auf diese Konzerte freuen: Die Daten News

Fast 25.000 Fans
haben Calexico im September auf den
15 Konzerten ihrer triumphalen Europatournee gesehen und sich davon überzeugen
können, daß die Calexico des Jahres 2012 wahrscheinlich live die besten
Calexico aller Zeiten sein dürften... Der zweite Teil ihrer Europatournee
findet im November 2012 statt, dann gibt es neu im Vorverkauf noch einen
Nachschlag im Februar 2013 (mit nur einem Konzert in D), bis die Band im Sommer
2013 auf Festivaltour gehen wird. Daten siehe oben. -

Das neue Album von Rickie Lee Jones trägt den Titel
"The Devil You Know" und ist dieser Tage auf Universal erschienen.
"Gewagte Interpretationen von Klassikern, atemberaubend gesungen",
meint der "Rolling Stone" und vergibt in der aktuellen Ausgabe 4
Sterne. Wir bereiten derzeit zwei Deutschlandkonzerte im März 2013 vor,
eventuell wird es weitere Konzerte und Festivalauftritte im Sommer 2013 geben.
-

Der erste
Preisträger des im September-Rundbrief für die Gleichung "Brooklyn =
Prenzlauer Berg" ausgelobten "Kreuzberger
Medienpreises" ist Jens Balzer von der "Berliner Zeitung",
der am 10.9.2012 in seiner Rezension des "Berlin Festivals" unter dem
Titel "Blanker Busen, singender Busch" im Feuilleton seiner Zeitung
schrieb: "Als leider grässlich erwies sich hingegen
die vorab viel gefeierte Gruppe Friends aus Brooklyn, dem Prenzlauer Berg von
New York" und dies der Jury einreichte. Wir gratulieren und freuen uns
auf die gemeinsame Preisgestaltung, bekanntlich "eine komplette
Abendeinladung nach Kreuzberg, mit türkischem Essen und anschließendem
nachtlangem Einkehren in eine meiner zwei Kreuzberger Lieblingsbars inklusive
sozusagen Allyoucandrink". Würden wir einen zweiten Preis ausgeschrieben
haben, hätte ihn übrigens Christian Ihle erhalten, der nur einen Tag später
diesen Satz aus seinem taz-"Popblog" einreichte, interessanterweise
über die gleiche Band auf der gleichen Veranstaltung: "Was dagegen aber hipsters new favourite band,
die Friends aus dem Prenzlauer Berg New Yorks,
Brooklyn, lieferten, war so langweilig, dass man schon wieder selbst fuchtig
werden konnte." -

Wir wußten natürlich immer schon, daß die Abonnenten unserer
Rundbriefe besonders intelligent und überdurchschnittlich gebildet sind - daß
wir aber derart viele Zuschriften auf unser kleines Preisrätsel des letzten
Rundbriefes erhielten, macht uns aber dann doch fast ein wenig stolz. Die
Gewinner (nämlich die schnellsten Einsender) sind: Im Presserundbrief H.P.
Daniels, im Newsletter Jan "Tex" Bauckhorn - die richtige Antwort war
1. Adolf Hitler und 2. Josef Stalin im Gespräch mit HG Wells.
Die beiden Flaschen Wein gehen urlaubsbedingt erst diese Woche auf die Reise.
Glückwunsch!

03.09.2012

News 03.09.2012

Big Harp

Das ist das
neueste, wunderschöne Projekt auf Saddle Creek.

Starring: Stefanie
Drootin-Senseney (bass, vocals), Mitglied von "The Good Life",
Touring- und Recording-Member etlicher Saddle Creek- und sonstiger Bands (von
Bright Eyes über She & Him bis zu Azure Rey) sowie Gründerin von
"Omaha Girls Rock!", einem Rock'n'Roll Camp in Omaha zur Förderung
von Frauen in der Musik. Ihr Ehemann Chris Senseney (Art in Manila). Und ein
Drummer. Mit auf Tour werden auch die beiden Kleinkinder des Paares sein.

Die Musik - eine
wirklich zauberhafte Mischung aus - wie würde man sagen? - "intimen
Balladen, open-hearted Love Songs, klassischem Country, aber mit
Indie-Punk-Roots"...

Ihr hört:
reduzierte Musik, fein arrangiert, live eingespielt und produziert von Rilo
Kiley-Bassist Pierre de Reeder im Nightingale Studio in L.A., wo Big Harp
mittlerweile auch meistens leben.

Die US-Presse
meint: zwischen Townes Van Zandt und Nick Cave, zwischen Willie Nelson und
Captain Beefheart. Ich würde sagen: Townes ist ein guter Hinweis. Aber denkt
zum Beispiel auch ans allererste Michelle Shocked-Album.

Mein Tip für den Spätsommer
und Frühherbst - selten hat mich ein Debüt derart berührt und überzeugt. Und
einige der europaweit renommiertesten Festivals im September haben sofort
zugegriffen, vom legendären "Take Root" in Groningen (Headliner
dieses Jahr: Calexico!) bis zum Hamburger Reeperbahnfestival. Es wird noch
nicht viel mediales Gedöns um dieses feine Projekt gemacht, also besteht bei
dieser ersten Europatour noch die Chance, diese tolle Band im intimen Rahmen,
in kleinen Clubs zu sehen. Nicht verpassen! 

Speech Debelle

Ihr Debütalbum "Speech Therapy" hat europaweit Furore gemacht
- der Britin war ein aufregendes und einzigartiges Album zwischen HipHop, Soul,
Jazz und Pop gelungen, das in England sogar mit dem Mercury Prize für das
"Album of the year" ausgezeichnet wurde, dem renommiertesten Preis,
den Pop-England zu vergeben hat. Nun ist sie zurück - und wie! Wenn man ihr
erstes Album als jugendliches Frühwerk, als ein Tagebuch voller Suche, voller
Irrungen und Wirrungen versteht, ist „Freedom Of Speech“ die Antithese: der Blick nach außen, engagiert, kraftvoll und voller
Energie.

"Zur Abwechslung rettet in diesem Sommer eine junge Britin den
HipHop. (...) Momente, die man so intim und offen zuletzt bei Lauryn Hill
gehört hat." (Markus Schneider in der "Berliner
Zeitung")  "Was sie Ihresgleichen zu sagen hat, ist
grandios. (...) Für sie persönlich ist „Speech Therapy“ ein Meilenstein, für
uns eine der schönsten Platten des Sommers.“ (Christine Heise)News

Buch I: David Thomas, Mastermind von Pere Ubu
und Rocket From The Tombs, veröffentlicht dieser Tage ein Buch. Es heißt „The Book of Hieroglyphs“ und erzählt
von einer Reise durch amerikanische Geisterstädte, in einem einzigartigen
Schreibstil und einer literarischen Architektur, die von Plattenspielern und
Mikrofonen geprägt wurde. „Rock and roll makes you pay attention. It
reveals ghosts. It reveals ghost towns.“ Van
Dyke Parks sagte zu dem Buch u.a. „It’s
strangely home. Epic in scope. As mighty on the page as on the stage, with scat
and logic, this MacDuff leads us on.“ Per Mailorder von Ubutique bestellbar. –

Die mit
interessanten und schönen Sw-Fotos bebilderte Titelgeschichte der aktuellen
Ausgabe der Kunstzeitschrift „Monopol“
gilt Patti Smith, die auch
ausführlich interviewt wird. –

Buch II: Wir warten
mit heißem Herzen auf die nächsten Deutschland-Konzerte von Bonnie „Prince“
Billy. Das Warten kann verkürzt werden mit dem tollen Buch „Will Oldham on Bonnie „Prince“ Billy“, für das Alan Licht (auch er mit der Band „Run
On“ mal kurze Zeit Künstler dieser Agentur) lange Interviews mit Will Oldham
geführt hat. Man kann, wie der Zürcher „Tagesanzeiger“, das Buch „in Teilen
unkritisch und insiderisch“ nennen. Wer aber um den feinen Humor des Künstlers
weiß, der wird an dessen Ein- und Ansichten viel Freude haben. Etwa daran, wie
Will Oldham sich massiv gegen die Authentizitätsmythen des
Singer/Songwriter-Genres stemmt oder sich ausführlich über die Musikfans lustig
macht, die sich von all den Singer/Songwritern betören lassen, die ihr
zerrüttetes Seelenleben auf der Bühne verhandeln. „Ich mache Entertainment und keine autobiografische Kunst.“ –

Das neue Album von Mark Eitzel wird in diesem Monat
erscheinen, und der sich in der Regel eher rar machende Künstler wird im Januar
2013 endlich wieder ein paar Tourdaten hierzulande spielen – siehe oben! Wir
freuen uns sehr, über das eine wie das andere. –

Selbsterwähnungsbusiness:
In der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Der Freitag“ hat Berthold Seliger
unter dem Titel „Haut das HAU raus“
über die Pet Shop Boys, Sponsoring, die Kundenzeitschrift der Deutschen
Telekom, ein führendes Berliner Theater, öffentliche Räume und Occupy
geschrieben. Auch online:

http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/haut-das-hau-raus

14.08.2012

Big Harp Eric Pfeil

Eric Pfeils "Pop-Tagebuch" (im Blog der FAZ)
ist sowieso ausnahmslos empfehlenswert und immer ein Lesevergnügen. Besonders
aber natürlich, wenn er eine Band der Agentur hochleben läßt wie heute unsere
BIG HARP, die im September auf ihre erste Europatour kommen werden:

"Hinter dem Namen BIG HARP verbirgt sich das Ehepaar
Chris Senseney (Gitarre, Gesang) und Stefanie Drootin-Senseney (Bass, backing
vocals). Nachdem die beiden Musiker bereits längere Zeit in der Omaha- Szene
aktiv waren, haben sie nun mit WHITE HAT ihr Debütalbum veröffentlicht.
Countryfizierter Rock'n'Roll, Folk-Rock und Artverwandtes werden geboten, aber
mit einem absolut eigenen Gestus: 
Chris Senseney scheint seine müden Vocals überwiegend im
Sitzen aufgenommen zu haben, während der Bass seiner Gattin aus dem Tänzeln und
Federn gar nicht mehr rauskommt. Ganz tolle Platte, die Band ist im September
live auf Deutschlandtour zu bewundern."

Die Tourdaten, nicht verpassen!: http://bseliger.de/artist/big-harp

Eric Pfeils aktueller Blog-Eintrag: http://faz-community.faz.net/blogs/pop/archive/2012/08/14/anwohner-stras...

01.08.2012

Calexico Splitter

Joey Burns und John Convertino mit ihrem soeben erschienenen Video zu
"Splitter", einem Track des neuen Calexico-Albums "Algiers". Aufgenommen
in Algiers Point, dem Stadtteil von New Orleans, in dem Calexico ihr im
September erscheinendes neues Album eingespielt haben.

19.07.2012

Bonnie Prince Billy

Dieser Tage veröffentlicht Bonnie "Prince" Billy
eine neue EP. Titel: "Now
Here's My Plan". Darauf ist auch eine aktuelle Version seines Songs
"I See A Darkness", zu dem außerdem ein schönes Video herausgekommen
ist:Wir hoffen, in 2013 wieder Deutschland-Termine mit diesem
großen Künstler, der sich den Branchen-üblichen Verwertungsritualen seit langem
verweigert, an den Start bringen zu können. Watch out!

19.07.2012

Patti Smith Aspekte 2012

Patti Smith and her band: Bilder vom triumphalen Konzert im
ausverkauften Berliner Tempodrom sowie ein Interview mit der Künstlerin
am Freitag, 13.7.2012, um 23.00 Uhr auf ASPEKTE im ZDF. http://aspekte.zdf.de/

04.07.2012

News 7/2012

Patti Smith and her band

Nun hätten wir Ihnen gerne die vier Deutschland-Konzerte der
legendären Künstlerin ans Herz gelegt – allein, zwei der Konzerte sind längst
ausverkauft, nur in Freiburg für das Auftaktkonzert zum 30. ZMF-Festival morgen
gibt es noch einige Restkarten, und für Bonn für das Konzert auf dem sehr
schönen neuen Kunst!Rasen-Gelände (das letzte Woche mit einem magischen Lou
Reed-Konzert Premiere hatte) gibt es noch ausreichend Karten.

Doch wer keine Zeit hat, nach Freiburg oder nach Bonn zu
fahren, der kann sich mit Patti Smiths neuem Album „Banga“ trösten, das
unlängst erschienen ist und wochenlang auf hohen Positionen der Albumcharts zu
finden war.

Die seltenen und
durchweg atemberaubenden Konzerte von Patti Smith and her band stellen rare
Highlights im Konzertgeschehen dar. Die Presse jubelte: "Die Schamanin des
Rock".

2011 erhielt
Patti Smith, die 2007 bereits in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und
2010 für ihren autobiografischen Bestseller "Just Kids" mit dem
National Book Award ausgezeichnet wurde, den "Polar Music Prize", der
als der inoffizielle "Nobelpreis für Musik" gilt und ebenfalls vom
schwedischen König verliehen wird. Das "Time Magazine" wählte Patti
Smith zu den 100 wichtigsten Menschen unserer Zeit.

"Draculas sanfte Tochter - die Poetin
des Punkrock." (Spiegel)

"Forever the
queen of cool!" (Michael Stipe, R.E.M.) The Walkabouts

Eine "Institution" ist zurück! Sechseinhalb Jahre
nach ihrem letzten Album und ihrer letzten Tour veröffentlichten die Walkabouts
letzten Herbst ihr neues Album "Travels In The Dustlands"
(Glitterhouse) und kehrten mit einer furiosen und zu großen Teilen
ausverkauften Club-Tour im Januar 2012 auf die europäischen Bühnen zurück.
Aufgrund der großen Nachfrage nun eine Zusatztournee mit einigen Festival- und
etlichen Club-Shows.

Für die Jüngeren unter uns: "The Walkabouts" waren
die Band, die in den 80er und frühen 90er Jahren ein Folkrock-Revival
einleitete - ihre Alben erschienen auf dem legendären Nirvana-Label "Sub
Pop" (und auf dem ebenso legendären SubPop-Sampler "Sub Pop 200"
im Jahr 1988 fand man Tracks von Nirvana, Mudhoney, Soundgarden, Swallow,
Screaming Trees - um nur mal einige zu nennen - und eben: The Walkabouts...),
sie hatten Coverstories u.a. im "Wiener" und auf "Spex",
sie waren eine Instanz. In den 90er Jahren wurden sie von Virgin gesigned,
hatten einen veritablen Single-Hit ("The Light Will Stay On", 1996)
und gingen 1999 quasi zurück zu ihrer "alten Heimat" Glitterhouse
(denn Glitterhouse hatte früher SubPop in Europa vertrieben...).

Doch genug der Geschichtsstunde - die Walkabouts um Chris
Eckman und Carla Torgerson sind eine sehr lebendige Band, sie sind eine
wirkliche Instanz für hervorragend gespielten Americana-Rock, wie ihn auch
Wilco oder die Jayhawks pflegen. Das neue Album ist ruhiger, getragener und epischer
als der Vorgänger - sie erweisen sich als famose Geschichtenerzähler und sind,
wie schon der Name sagt, immer in Bewegung zu neuen Ufern. Und eine famose
Live-Band waren die Walkabouts eh und je.

"Travels In The
Dustland" hat die windgegerbte Schönheit der Prärie, und die quälende
Gewißheit, daß es kein Entrinnen aus ihr gibt." ("Rolling
Stone")

Dieser Tage ist bei Glitterhouse eine famose erste
offizielle DVD der Kult-Band erschienen. Unter dem Titel "Life:
The Movie – Collected Films And Clips" enthält die DVD
über drei  Stunden exklusives Material,
u.a. "Live in Prague" (ein 70-minütiger Konzertfilm von der  Europatour 2005), "Tracking The
Walkabouts" (eine 40 Minuten On-The-Road Dokumentation, die einen
Insiderblick hinter die Kulissen des Bandlebens der Walkabouts gewährt, gefilmt
übrigens von Dokumentarist Harry Rag, der bereits für Blumfeld, Lee “Scratch”
Perry oder die Sex Pistols filmte), eine ausführliche Interviewsession mit
allen 5 Gründungsmitgliedern sowie alle neun offiziellen Walkabouts-Videoclips
von den Anfängen bis heute. Ein echtes "Must Have", nicht nur für
Fans der Band. Calexico

Das neue Album der Band – soviel können wir schon verraten: ein
Meisterwerk! – erscheint am 7.9.2012 bei City Slang, unmittelbar zur
Album-Veröffentlichung wird die Band eine erste Europatournee spielen: Die Daten News

Wunderbar: am
Freitag 6.7. erscheint das neue Album von Eleni
Mandell, "I Can See The Future", ein warmherziges
"Crooner"-Album, bestens in Szene gesetzt von Joe Chiccarelli (The
Shins, The Strokes, White Stripes). Tip! Und wir wissen nicht, wie Eleni das macht,
was sie im Titel des Albums behauptet, aber ein wenig können auch wir in die
Zukunft sehen: denn im Januar/Februar 2013 wird Eleni Mandell mit ihrem neuen
Album auf Tournee kommen. Wir freuen uns!

22.06.2012

News 2012 06 1/2

Es ist Mitte Juni, vor 24 Jahren wurde diese Konzertagentur
gegründet, und zu Beginn unseres 25. Jahres erhalten Sie erstmals in der
Geschichte der Agentur einen zusätzlichen Newsletter mitten im Monat – doch
besondere Ereignisse bedürfen besonderer Aktivitäten. Und in dieser Woche
beginnen eine Art halbjährige Festspiele, wie sie diese Agentur in ihrer
Geschichte noch nicht gesehen hat: Alison Krauss und ihre Band Union Station
werden endlich in Deutschland spielen, wenn auch nur zwei Konzerte – dafür haben
wir einige Jahre gekämpft. Patti Smith wird mit ihrer Band vier
Deutschlandkonzerte spielen. Die Walkabouts spielen eine Zusatztour, Tortoise
kehren für zwei Festivals nach Europa zurück, Lambchop spielen im Herbst eine
zusätzliche große Europatournee, und im September und November des Jahres gehen
endlich wieder Calexico auf Europatournee, mit neuem Album. Und Bowerbirds, und
Big Harp, und Daniel Kahn, und Speech Debelle, und Bratsch, und...

Vor allem aber beginnt am 20.Juni diesen Jahres ein Künstler
seine Deutschlandtournee, dessen Musik wir als konstitutiv für die Existenz
dieser Agentur begreifen: Lou Reed! Lassen Sie uns nicht drumrumreden: die
Musik von Velvet Underground hat in den 70er Jahren (man muß sich ja auch nicht
jünger machen als man ist...) für eine ganze Generation von Musikern, aber auch
„Kulturarbeitern“ die Tür „ins Offene“ ganz weit aufgestoßen. Ohne Velvet
Underground und ohne Lou Reeds Werke in den 70er und 80er Jahren wäre nicht nur
die Welt eine andere – große Worte, ich weiß! –, nein, ohne Velvet Underground
und Lou Reed würde ein Teil der sich als „indie“ oder irgendwie „alternativ“
verstehenden Musikszene so nicht existieren. It’s that simple.

Und nun, als Start ins 25. Jahr dieser Agentur, Lou Reed mit
großer Band und einem Programm aus allen Meilensteines seines Ouvres, eben
„From VU to Lulu“, präsentieren zu dürfen, ist mit das Größte, was sich der
Inhaber der Firma vorstellen kann – ungefähr auf dem Level wie mit Townes Van
Zandt zusammengearbeitet haben zu dürfen (und es gibt noch ein paar mehr, auf
die man immer stolz bleiben wird...).

Große Ereignisse bedürfen besonderer Aktivitäten, also
Tusch! Auf ins silberne Jubiläumsjahr! Mit Sonder-Newsletter und mit allem drum
und dran! We proudly present:

 

From VU to Lulu: Lou Reed

Lou Reed! Und man hat gleich
all diese Songs im Ohr. I'm Waiting For The Man.
Femme Fatale. Venus In Furs. All Tomorrow's Parties. I'll Be Your Mirror. Sweet
Jane. Walk On The Wild Side. Perfect Day. Satellite Of Love. Pale Blue Eyes.
Berlin. Dirty Blvd. Coney Island Baby.

Eine Jahrzehnte umspannende Karriere, wie sie kaum ein anderer Künstler
der Rock'n'Roll-Geschichte erlebt hat. Von der Zusammenarbeit von Velvet
Underground mit Andy Warhol bis hin zu Reeds jüngster Kollaboration mit
Metallica. Einer der einflußreichsten Musiker und Künstler unserer Tage. Und
seit Jahrzehnten gibt es kaum eine Band, die sich nicht auf Lou Reed und Velvet
Underground beziehen würde oder durch die Tür gegangen wäre, die Velvet
Underground damals im New York der 60er Jahre geöffnet haben.

Unter das vielsagende Motto "From VU to Lulu" hat Lou Reed seine Tour gestellt, und
es ist sicher, daß Lou Reed mit seiner fünfköpfigen Band ein Programm aus dem
reichen Schatz seiner Songs zusammenstellen wird, eben von den Titeln mit Velvet
Underground bis hin zu einigen aktuellen Stücken. Die Setliste des umjubelten
Auftritts im restlos ausverkauften Pariser Olympia letzte Woche läßt Großes
auch für die Deutschland-Konzerte erhoffen:

Brandenburg Gate! Heroin! Waiting For My Man! Wild Side! Sad Song!
Beginning To See The Light! Pale Blue Eyes!
Sweet Jane!

Noch irgendwelche Fragen?

Lou Reed und Band auf Deutschland-Tournee, zum ersten Mal seit etlichen
Jahren, und zum allerersten Mal überhaupt mit einem Querschnitt durch das
Schaffen des Künstlers (weniger legendäre Musiker hätten es sicher nötig, dies
als „Greatest Hits“ zu bezeichnen...):

20.06.2012   Berlin, Citadel Music Festival (Open Air) *

23.06.2012   Mainz, Zollhafen/Nordmole (Open Air)

29.06.2012   Bonn, Kunst!Rasen
(Open Air) *

30.06.2012   Dresden, Filmnächte
am Elbufer (Open Air) *

01.07.2012   München, Tollwood

* Support Act: Allison Weiss / bei allen Konzerten werden drei Musiker der
Lou Reed Band unter dem Titel KEF einen ca. 10minütigen Opening Slot spielen!

 News

Ein Interview mit
Berthold Seliger zur aktuellen Urheberrechtsdebatte findet sich bei Telepolis,
hier: http://www.heise.de/tp/artikel/37/37020/1.html

05.06.2012

Calexico Algiers

ALGIERS heißt das neue Album von CALEXICO und wird am 07. September in Deutschland, Österreich und in der Schweiz in den Plattenläden stehen. Im Rest von Europa wird das Album am 10. September erscheinen.  „Wenn alles um dich herum in Ordnung scheint, wenn dein
Zuhause eine verlässliche Oase ist, wenn du mit Deinem besten Freund in einem
tollen kleinen Studio in New Orleans stehst, wo es ständig unfassbar lecker
nach Shrimp Creole, Jambalaya, Fried Frog Legs, Root Beer BBQ Pork Chops, Red
Beans und Reis duftet, wenn Craig Schumacher neben Dir sitzt und die Musiker,
mit denen du seit Jahren zusammen spielst sich die Klinke in die Hand geben,
was soll da eigentlich noch schief gehen...? Wir haben in den letzten Jahren so
viele merkwürdige Situationen hinter uns gebracht, all diese Sessions mit
Victoria Williams, Iron & Wine, Willie Nelson, Roger McGuinn, Nancy
Sinatra, Neko Case, all die Soundtracks an denen wir gearbeitet haben. Dagegen
war das hier wie Urlaub...!“Zur Einstimmung in das neue Album gibt es das erste Musikvideo zum Song "Para". Dieser steht übrigens auch HIER zum legalen freien Download zur Verfügung. Pünktlich zum Album-Release folgt auch die große Europatournee der Band. Hier gehts zu den Terminen.

01.06.2012

News 6 / 2012

From VU to Lulu: Lou Reed

Nun ist es endlich soweit – im Juni kommt tatsächlich Lou Reed mit
seiner Band und einem Karriere-umspannenden Programm hierzulande auf Tour.

Lou Reed! Und man hat gleich all diese Songs im Ohr. I'm Waiting For The Man. Femme Fatale. Venus In Furs.
All Tomorrow's Parties. I'll Be Your Mirror. Sweet Jane. Walk On The Wild Side.
Perfect Day. Satellite Of Love. Pale Blue Eyes. Berlin. Dirty Blvd. Coney Island
Baby.

Eine Jahrzehnte umspannende Karriere, wie sie kaum ein anderer Künstler
der Rock'n'Roll-Geschichte erlebt hat. Von der Zusammenarbeit von Velvet
Underground mit Andy Warhol bis hin zu Reeds jüngster Kollaboration mit
Metallica. Einer der einflußreichsten Musiker und Künstler unserer Tage. Und
seit Jahrzehnten gibt es kaum eine Band, die sich nicht auf Lou Reed und Velvet
Underground beziehen würde oder durch die Tür gegangen wäre, die Velvet
Underground damals im New York der 60er Jahre geöffnet haben.

Unter das vielsagende Motto "From VU to Lulu" hat Lou Reed seine Tour gestellt, und
es ist sicher, daß Lou Reed mit seiner fünfköpfigen Band ein Programm aus dem
reichen Schatz seiner Songs zusammenstellen wird, eben von den Titeln mit
Velvet Underground bis hin zu einigen aktuellen Stücken.

Nicht verpassen – vielleicht die letzte Gelegenheit, den Altmeister, der
dieses Jahr seinen 70.Geburtstag feiern konnte, hierzulande live zu erleben. News

Erscheint am 1.
Juni: Das neue Album von Patti Smith,
"Banga" (Sony). Die erste Single ("April Fool", mit Tom
Verlaine) ist bereits seit einigen Wochen als Download erhältlich. Auf Tour
sind Patti Smith and her band im Juli, es gibt vier Deutschland-Daten, siehe
oben. -

Selbsterwähnungsbusiness
I: Der große Artikel "Schneiden wir
den Kuchen neu an!" von Berthold Seliger aus der Wochenzeitung
"Der Freitag" von Mitte Mai, mit einem konkreten Ad hoc-Fünf
Punkte-Plan zur Reform des Urheberrechts und zur Stärkung der Rechte der
Künstler und Verbraucher, ist ab sofort auch auf unserer Website unter
"Texte" zu finden. -

Selbsterwähnungsbusiness
II: Im aktuellen Heft von "Konkret" hat Berthold Seliger die
Autobiographie von Harry Belafonte
als "Buch des Monats" rezensiert. Auch sonst ist "Konkret"
immer eine sehr lesenswerte Zeitschrift. -

25.05.2012

Neues Video von Sean Riley & The Slowriders

"We Could Be" das neue Video von Sean Riley & The Slowriders ist vor Kurzem erschienen und zeigt das Tourleben ihrer letzten Europatour von Bühne zu Bühne. Anschauen!

09.05.2012

RFTT Teil-Absage

Rocket From The TombsWir bedauern, die erste Hälfte der Tournee von ROCKET FROM
THE TOMBS absagen zu müssen. David Thomas kam am Wochenende mit einer
Blutvergiftung ins Krankenhaus und mußte operiert werden. David Thomas ist
immer noch auf der Intensivstation; er wird frühestens in einer Woche wieder
reisen können. Daher sind die Konzerte der Band von heute bis einschließlich
17.Mai 2012 abgesagt - die Konzerte vom 18.Mai bis 26.Mai sind zunächst von
dieser Absage NICHT betroffen. Wir halten euch auf dem Laufenden. Unsere Gedanken
und Wünsche sind bei David Thomas, dem wir baldige Genesung wünschen!

30.04.2012

News 05/2012

Wir kommen hier grad aus dem Feiern nicht mehr raus –
gestern, am 25. April, noch feste das Glas erhoben auf den „Tag des Baumes“,
und heute, am 26.April, feiern wir schon den ganzen Tag mit etlichen Flaschen
Champagner den „Welttag des geistigen Eigentums“, auch wenn wir

bedauerlicherweise zur offiziellen Feier, zu der sich der
„Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.“, der „Deutsche Industrie- und
Handelskammertag“, der „Markenverband“ und die 
APM (diesmal ist nicht „Ihr Entsorgungsunternehmen, die Abfallwirtschaft
Potsdam-Mittelmark GmbH“, sondern der „Aktionskreis gegen Produkt- und
Markenpiraterie e.V.“ gemeint) im „Haus der Deutschen Wirtschaft“ zu Berlin
versammelt haben, merkwürdigerweise nicht eingeladen waren. Wir erheben das
Glas auf die im Haus der Deutschen Industrie versammelte Allianz und wünschen
von Herzen: Happy Welttag des geistigen
Eigentums!Aber es ist nicht alle Tage Weihnachten, und es kommt nicht
jeden Tag der Osterhase. Wenn die Feiern zum Welttag des geistigen Eigentums
vorbei sind, werden Sie eine große Leere in sich spüren und sich Anregungen zur
Freizeitgestaltung erhoffen. Und da legen wir Ihnen unsere Tourneen im Mai ans
Herz:

 

Rocket From The Tombs (und
Mudhoney)

Unsere Tour des Monats!

Daß wir das nochmal erleben dürfen: Die legendären "Rocket
From The Tombs" haben endlich ein Studioalbum aufgenommen
("Barfly", bei Cargo) und gehen nun auf ihre erste Europatournee. Für
die Jüngeren unter uns: Gegründet 1974. Ausgebrannt 1975. Manche halten es für
eine Tatsache, daß Punkrock von den Ramones in New York erfunden wurde, die den
Hardrock des Mittleren Westens mit den Garage-Singles der Sechziger zu einer Formel zusammenfaßten, die den Punk
definierte: kurz, schnell, eingängig und nicht aufzuhalten.

Doch es gibt ein
Universum, in dem die Wahrheit noch Bestand hat: Und in diesem verdrehten
alternativen Universum reichen die Wurzeln des Punk bis zu ROCKET FROM THE
TOMBS, der Band aus
Cleveland, die weniger als acht Monate existierte und es in der Zeit niemals
schaffte, ins Studio zu gehen…

Drei Dinge liefen
essentiell falsch: die Band nahm Drogen und trank Alkohol in einem Ausmaß, das
selbst Keith Richards Sorgen gemacht hätte; dazu zeitigte sie eine
Sprunghaftigkeit, die fatalerweise an The Troggs erinnerte, und verfügte über ein
Karussell von Drummern, das Spinal Tap alle Ehre gemacht hätte. Eines jedoch lief absolut richtig: in den
acht Monaten ihrer Existenz schrieben Rocket From The Tombs Songs, die zu
Punkhymnen wurden: “Ain't It Fun,” “Sonic Reducer,” “Final Solution,” “So Cold,”
“What Love Is,” “30 Seconds Over Tokyo,” “Amphetamine.” Und sie spielten sie,
als gäbe es kein Morgen mehr. Was vielleicht daran lag, dass es für sie auch kein
Morgen gab…

Denn die Band
zerlegte sich nach einem apokalyptischen Soundcheck, bei dem den Headlinern namens
Television vor Angst das Herz
in die Hose rutschte, in ihre Einzelteile. Ein Teil sollte sich schließlich zu
den Avant-Garagenrockern PERE UBU mausern, während ein anderer Teil zu den Punkhelden
THE DEAD BOYS mutierte (deren tollen Track "Sonic Reducer" manche
vielleicht kürzlich im Soundtrack zu "Carlos" registriert haben).

Sänger David Thomas sagt: „Wir haben diese Einstellung im Blut und
werden sie nicht los. Zumindest sind wir nicht mehr jung, laut und rotzig.
Jetzt sind wir alt, laut und rotzig.“

"Ein
Album, das die Welt für ein paar Sekunden paralysieren wird. RFTT waren das
Monster, das Pere Ubu und die Dead Boys gebären sollte. Ein Kraftwerk vor der
Explosion, ein Tollhaus der Avantgarde im Jahre 1974." (Musikexpress)

David Fricke, Herausgeber
des US- Rolling Stone, schrieb: "No
one else in American rock, underground or over, in 1974 and '75, was writing
and playing songs this hard and graphic about being f**ked over and fighting
mad. No one else is doing it now."

Ein einmaliges
Projekt, eine einmalige Tournee – Dabeisein ist Pflicht! (und wieder einmal
sagen wir: Frankreich, du hast es besser! Bei unseren Nachbarn ist diese Band
im Centre Pompidou, einem der wichtigsten Museen der Welt, und bei zwei tollen
Festivals zu sehen – hierzulande dafür: in den Clubs Ihrer Wahl!)

Einmalig ist das Zusammentreffen zweier legendärer Bands in München:
Dort spielen Rocket From The Tombs gemeinsam mit Mudhoney. Die Grunge-Urväter von Mudhoney treffen auf
die Punk-Heroen von Rocket From The Tombs. Die einzige Deutschland-Show von
Mudhoney im Jahr 2012 sieht die Band das erste Mal in Deutschland in den
letzten zehn Jahren, abgesehen von einer sensationellen, ausverkauften
Berlin-Show 2009.  

The Magnetic Fields

Eine der
großartigsten Bands in unserem Roster - und nun sogar bei, Überraschung:
Domino! Dem aktuellen "in"-Label...

Das neue Album ist
im März erschienen. Und Stephin Merritt, einer der klügsten und besten
Songwriter unserer Zeit, "sucht in
der Disco-Hölle immer noch die Liebe" ("Rolling Stone").
Seine Texte spielen mit Geschlechterrollen, doch wenn Merritt, bekennender
Irving-Berlin-Fan, auf seinen letzten Alben hauptsächlich auf klassische
Kompositionen und Arrangements setzte, folgt nun ein Album aus synthetisierten
Sounds. "Es pulsiert und pumpt und
schillert und Shirley Simms singt von Rachefantasien unter Crystal-Meth-Einfluß
(...) ein Städter feiert wilde Orgien, die schöne Frau liebt nur den Mariachi
und der Synthie-Pop der Magnetic Fields klingt plötzlich wie eine auf
33-Umdrehungen abgespielte Abba-Single." ("Rolling Stone", 3
1/2 Sterne).

Stephin Merritt
weiß, wie man Songs schreibt, davon legt nicht zuletzt sein Jahrhundertwerk
"69 Love Songs" beredt Zeugnis ab - "die wichtigste Unternehmung der Jahrhundertschwelle".
Doch auf "Love at the Bottom of the Sea" ist Merritt bei der
Songlänge der frühen Sechziger angelangt - "die
Stücke sind wieder von größter Mitsingbarkeit", während sich "die Tonmischung an Live-Aufnahmen vom
Jahrmarkt orientiert" ("Der Freitag").

 

Calexico

Nach mehrjähriger Pause, einigen Änderungen in den privaten
Lebensverhältnissen der beiden Köpfe der Band und intensiver Arbeit im Studio
an neuem Material werden Calexico im Herbst 2012 mit einem sensationellen neuen
Album und zwei ausgedehnten Tourneen nach Europa zurückkehren.

Das neue Album der Band erscheint am 7.9.2012 wieder bei City Slang;
unmittelbar zur Album-Veröffentlichung wird die Band eine erste Europatournee
spielen: Die Daten Eine weitere Europatournee findet
im November 2012 statt; die Daten können ab dem 4.Mai auf unserer Homepage
abgerufen werden.

 

Lambchop

Über 20.000 Menschen haben die vielleicht besten Lambchop
aller Zeiten auf deren Europatour gesehen, von Oslo bis Madrid, von London und
Dublin bis Wien und Berlin. Aufgrund des großen Erfolges werden Lambchop ihr
Meisterwerk „Mr. M“ auf einer Zusatztour im Herbst noch mal ihren Fans
vorstellen: Die Daten 

News

Als
Präsidentschaftskandidat wurde er unter absurden Gründen nicht zugelassen – nun
wurde Youssou N’Dour dennoch
Politiker: Er übernimmt in Senegals Regierung das Amt des Ministers für Kultur
und Tourismus. Wir gratulieren! –

Selbsterwähnungsbusiness I: „Wer zahlt die Kultur?“ fragte „Konkret“, und Josef Bierbichler,
Schorsch Kamerun, Klaus Lemke, Wenzel Storch und Berthold Seliger gaben knappe
Antworten, nachzulesen im Mai-Heft der auch sonst immer sehr lesenswerten
Zeitschrift. –

Im Mai-Heft der Ostschweizer Monatszeitschrift „Saiten“ kann
man Berthold Seligers Gedanken zur Kulturpolitik unserer Tage unter dem Titel „Orte nicht imperialer Kunst“ lesen. –

11.04.2012

News 04/2012

Wer denkt, daß wir jetzt in jedem monatlichen Rundbrief eine
große Tournee eines "Stars" ankündigen, denkt einstweilen richtig
(und darf sich, soviel sei schon verraten, auch auf den Mai-Rundbrief freuen),
denn nach Lou Reed und Patti Smith freuen wir uns wie verrückt darauf, nach
jahrelangen Bemühungen endlich eine der wunderbarsten Künstlerinnen unserer
Tage in Deutschland präsentieren zu dürfen:

 

Alison Krauss & Union
Station feat. Jerry Douglas

„Alison Krauss hat alles, was eine Königin
braucht – liebliche Wärme, zarte Präzision und ein großes, mitfühlend’ Herz.“ 
(Dietmar Dath)

Ein Traum wird
wahr: Endlich kommen Alison Krauss & Union Station featuring Jerry Douglas
nach Deutschland und werden im Juli 2012 auf zwei Konzerten hierzulande ihr
„Paper Airplane“-Programm spielen. Diese Konzerte sind Teil der ersten
internationalen Auftritte der Band seit Erscheinen des neuen Albums. Berühmt ist Alison Krauss dafür, mit
welcher Leichtigkeit sie Brücken zwischen Roots- und Country-Musik, zwischen
Rock und Pop schlägt. Seit Alison Krauss mit 14 Jahren ihren Vertrag mit
Rounder Records unterschrieben hat, hat sie über 12 Millionen Alben verkauft
und sage und schreibe 26 Grammy Awards gewonnen – so viele wie keine andere
Künstlerin in der Geschichte der Grammys, und die drittmeisten Grammys aller
Künstler überhaupt (nur Quincy Jones und Sir Georg Solti haben noch mehr).

„Sie liebt, sagt
sie, die Texte, die sie aussucht, und braucht sie. Jede noch so simple,
einschmeichelnde, verführerische oder traurige Weise muß, findet sie, sich
nicht bloß nach etwas anhören, sondern auch tatsächlich etwas sagen. (...)

Als Engel wäre
sie eine Banalität: Klar, die singen so, die fiedeln so, im Himmel geht's nicht
anders. Aber Alison Krauss ist kein Engel, sondern ein Mensch. Und dafür, daß
ein endliches Geschöpf das auch zustandekriegt, was sonst die Engel tun, hat
der liebe Gott, der nun mal einfach am besten weiß, wie Schöpfung geht, wie
immer alles Lob verdient, das wir Menschen ihm singen können.“   (Dietmar Dath, „FAZ“, „CD der Woche“)

Für uns ein echter Höhepunkt der Firmengeschichte: Die Daten

 

Laura Gibson (& Band)

Das neue Album von Laura Gibson ist völlig unglaublich und
geistert einem ununterbrochen im Kopf herum: "La Grande" heißt es
(und man spricht das im Stil des amerikanischen Westens aus: "luh
grand"), so wie ein Ort in einem Tal im nordöstlichen Oregon, und es ist
wirklich "groß" - über den Ort sagt Laura: "People usually pass through on their way to somewhere else, but
which contains a certain gravity, a curious energy.”

Laura hat seit dem Erscheinen ihres Albums "Beasts of
Seasons" 2009 über 200 Konzerte in den USA, Europa und Asien gespielt, und
in gewisser Weise reflektiert ihr neues Album diesen Zustand des Lebens
"on the road". Der Sound bläst einen schier weg - begeisternd! Laura
Gibson hat ihr Album selbst produziert, auf manchen Tracks spielt sie gleich 15
Instrumente, auf anderen hat sie fabelhafte Gastmusiker, von Joey Burns
(Calexico) über Musiker der Dodos und von Musée Mécanique bis hin zu
Bandmitgliedern der Decemberists. Aber man sollte keinen falschen Eindruck
bekommen - in jeder Note ist pure Laura Gibson drin, und so gelingt es der
Musikerin auch, mit ihrer vierköpfigen Band die gleichen vielfältigen und
faszinierenden Sounds live umzusetzen, die auf dem Album zu hören sind.

Und die Pressereaktionen sind europaweit atemberaubend - in der
Januar-Ausgabe des "Rolling Stone" ist Laura Gibsons "La
Grande" Album des Monats ("die
Flüsterfee wird zur entschlossenen Songschreiberin, die mutig in die Zukunft
blickt"), und die Zeitschrift feiert Laura Gibson zusätzlich mit einer
großen Story; der Musikexpress gab fünf Sterne, und der Schriftsteller Joseph
von Westphalen verkündete: "Das ist Musik. Franz Schubert hätte sich sofort
in Laura Gibson verliebt."  Laura Gibson wird das Jahr 2012 gehören!

"Zu lang gezogenen
Waldhörnern und Streichern entstanden Folk-Zeremonien, die zum Besten gehörten,
das uns aus Portland erreichte (...) Das erste Lied ist ein galoppierender
Western mit ungewohnt vielen Akkorden und fast dramatischer Inszenierung. Neu
interpretierter alter Jazz-Gesang (der manchmal an Feist und Simone White
erinnert) und die Lo-Fi-Field-Recording-Ästhetik waren auch schon auf Beast Of
Seasons der letzte Schrei. (...) Auch in ihren Texten will Laura Gibson lieber
eine Löwin sein als ein Lamm. Laura Gibson, Singer/Songwriter! Musealer Sound,
Lautmalerei und pummelige Trommeln gehören nach wie vor in dieses Werk, doch
die Musik auf "La Grande" hebt sie auf ein höheres Niveau, von dem
aus sie von einem größeren Publikum gesehen werden kann. Das wäre doch
gut."  (Rolling Stone)

"Musik, die
existenzielle Fragen in Folk noir von beängstigender Intimität gießt."  (Kulturnews)

Die Daten

 

Bowerbirds

Die „wunderbare Blockhüttenband aus North
Carolina“ (Musikexpress, 5 Sterne) war eine der großen Überraschungen der
letzten Jahre, sowohl was ihre Alben als auch was ihre charmanten Konzerte
anging. Die Musikpresse überschlug sich mit Lobeshymnen, das Feuilleton von FAZ
bis „Berliner Zeitung“ räumte halbe Seiten frei: „Ökohymnen – Die Bowerbirds stechen uns direkt ins Olivenherz“
titelte die FAZ und sprach von „ungeschliffenen
Songdiamanten (…) mit Falltüren in gottverlassene Geisteskerker“. Und Christian Buss schreib in der „Berliner Zeitung“: „Erdverbunden, rustikal und der Natur
abgetrotzt – so klingen die Songs dieser kleinen Band (…) Einerseits betreiben
die Bowerbirds eine radikale Entschleunigung, andererseits führen sie ihre
Songs zu unerwarteten melodischen Wendungen. Kontemplation und Exaltation gehen
bei ihnen Hand in Hand.“

Nun kommen die
Bowerbirds mit einem neuen Album (gerade bei Dead Ocean erschienen) endlich
wieder auf Tour, und die Band ist in gewisser Weise runderneuert - die
Live-Band sind fünf (!) Musiker auf der Bühne, und entsprechend reicher ist der
Sound. In Hamburg und Berlin sind Slaraffenland
die Supportacts: Die Daten News

Am 1.Juni 2012 erscheint das neue Album von Patti Smith & her band – es heißt „Banga“ und ist das erste
Album mit neuen Songs der Künstlerin seit 2004. Wir freuen uns auf die vier
Konzerte mit Patti Smith und ihrer Band im Juli 2012! –

Neu in unserer Agentur: Die sozusagen angesagteste Berliner Band
(bisher) ohne Plattenvertrag: Die Mighty
Oaks, die derzeit an ihrem Debütalbum basteln und gewissermaßen für das
„neue Berlin“ stehen – Musiker aus vier Nationen treffen sich in Berlin und
machen formidable Musik miteinander, die ideal in unsere Agentur paßt:
Singer/Songwriter-orientiert, Folk-Rock geprägt, „Berlinericana“ sozusagen.
Etwas Musik kann man auf YouTube finden oder hier: http://mightyoaksmusic.com/#4c6/custom_plain Die Mighty Oaks haben übrigens auch die
Filmmusik zu Hans Weingartners („Die fetten Jahre sind vorbei“) neuem Film „Die
Summe meiner einzelnen Teile“ komponiert und eingespielt. Wir freuen uns sehr
auf die Zusammenarbeit! –

Sorry, aber dieses bißchen Werbung und nebenbei
Agenturgeschichtsschreibung muß sein: Eine der besten Bands, die wir je
vertreten haben (und zusätzlich mit einem der besten Bandnamen ausgestattet),
waren Lullaby For The Working Class,
deren Alben „Blanket Warm“ und „I Never Even Asked For Light“ Mitte der 90er
Jahre für ein wenig Furore sorgten. Die Presse sagte „auf einer Stufe mit den besten Lambchop-Platten und frühen Tindersticks“,
oder „von faszinierender Schönheit“ –
zwei Alben, die in jeden ausgesuchten Plattenschrank gehören und derzeit beim
Glitterhouse-Mailorder für je 4,95 Euro angeboten werden. Pflichtkauf! Und was
ist aus den beiden Köpfen von Lullaby For The Working Class geworden? Mike
Mogis ist u.a. bei den „Bright Eyes“ und Starproduzent in Omaha, und Ted
Stevens ist u.a. Gitarrist bei Cursive und hat eine eigene Band namens
„Mayday“, die wir auch schon mal auf Europatournee hatten... –

The Residents haben ein neues Album namens „Coochie Brake“
veröffentlicht – „zurück zu alter Form“, sagt die Presse. Ein vielleicht
überraschendes Meisterwerk aus der Küche der geheimnisumwitterten Band, mit
zeitgemäßen Grooves, vielen Gitarren, den Band-üblichen Psychedelic-Elementen,
Bläser- und Streichersounds, Vocals in Spanisch. Zum 40jährigen (!) Band-Jubiläum
nächstes Jahr arbeiten wir an einer sehr besonderen Europatour dieser
einflußreichen Band. –

Selbsterwähnungsbusiness,
to whom it may concern: Berthold Seligers kleiner Aufsatz zur Aufführung von Luigi Nonos „Al gran sole carico d’amore“ im Berliner Kraftwerk Mitte können
Sie unter „Texte“ auf unserer Homepage lesen. –

Selbsterwähnungsbusiness Teil II: Die Zürcher Rede von
Berthold Seliger, "Live! Zum
Zustand der Konzertindustrie und von der Politik", kann man hier als
Podcast anhören:

http://www.m4music.ch/audio.67.0.html

03.02.2012

Newsletter News 03/2012

Die Lambchop-Tournee begann mit wunderbaren und
ausverkauften Konzerten in Berlin, Dresden, Leipzig, Wien, Köln und ... Für
einige Konzerte gibt es noch Restkarten, wir empfehlen: Sie sollten diese
Konzerte nicht verpassen!

Und ansonsten gilt: Vorfreude ist die schönste Freude...
Vorfreude auf Lou Reed. Auf Patti Smith. Auf Alison Krauss. Auf Rocket From The Tombs, The Magnetic Fields und
Laura Gibson. Vorfreude auf das Frühjahr eben:

 

Patti Smith and her band

Erstmals seit zwei
gefeierten Open Air-Konzerten im Juli 2010 kommt Patti Smith wieder mit ihrer
legendären Band nach Deutschland, und erstmals wird sie neben den Hits ihrer
Karriere auch neue Songs ihres 2012 (wieder bei Sony) erscheinenden Albums
präsentieren - dem ersten Album mit aktuellem Material seit 2007. Die seltenen
und durchweg atemberaubenden Konzerte von Patti Smith and her band stellen rare
Highlights im Konzertgeschehen dar. Die Presse jubelte: "Die Schamanin des
Rock".

2011 erhielt
Patti Smith, die 2007 bereits in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und
2010 für ihren autobiografischen Bestseller "Just Kids" mit dem
National Book Award ausgezeichnet wurde, den "Polar Music Prize", der
als der inoffizielle "Nobelpreis für Musik" gilt und ebenfalls vom
schwedischen König verliehen wird. Das "Time Magazine" wählte Patti
Smith zu den 100 wichtigsten Menschen unserer Zeit.

Im letzten Jahr
ist ihr Album "Outside Society" erschienen, eine persönlich
zusammengestellte und kommentierte Retrospektive, von "Gloria" über
"Because The Night", "Rock'n'Roll Nigger" und "Dancing
Barefoot" bis hin zu "People Have The Power" - das erste Album,
das Label-übergreifend die zahlreichen Höhepunkte ihrer langen Karriere
dokumentiert.

"Draculas sanfte Tochter - die Poetin
des Punkrock." (Spiegel)

"Forever the
queen of cool!" (Michael Stipe, R.E.M.)Die Daten Lambchop

Das gerade
erschienene Album "Mr. M" ist sicherlich "eine der besten Lambchop-Platten" (Süddeutsche), "ein musikalischer Versuch über die
Liebe angesichts des Sterbens (...) Wagner hat Lieder geschrieben, die einen
zum Weinen bringen (...) Wagner ist der unwahrscheinlichste Crooner der Welt,
die Geigen barmen bis zum schmerzhaften letzten Akkord. Wagner geht ganz vorn,
alle folgen ihm, bis die Platte dasteht. Groß, traurig, hoffnungsvoll."
(Rolling Stone, 4 1/2 Sterne!). "Ein
stilles Album im Wissen um die Erdanziehungskraft der Liebe"
(Musikexpress, 4 1/2 Sterne!). "Wagnerfestspiele
- hypnotisch schöne Balladen, die geprägt sind von einer sparsamen
Bar-Jazz-Instrumentierung und Wagners fast streichelndem Grummel-Bariton. (...)
Noch nie klang diese bittersüße Melancholie so betörend schön und so
erhaben." (Stern)

 "Der dritte Meilenstein von Lambchop. Der
plüschige Swing eines Frank Sinatra trifft auf die psychedelischen Experimente
eines Miles Davis. Lambchop evoziert mit traumhaft-flüchtigen Texten Stimmungen
purer Menschlichkeit."
(Neue Zürcher)  "Psycho-Sinatra." (Visions)

Die Tournee wird
fortgesetzt: Die Daten From VU to Lulu: Lou Reed

Wir gratulieren Lou Reed, dem "Meister der Gesamtkunstwerke",
zum 70. Geburtstag am 2.März. Der Künstler, über den es in einem großen Porträt
in der "FAZ" von dieser Woche so schön heißt: "der mit The Velvet Underground auf Jahrzehnte hin den Sound, den
Gestus, die Vor-, Ein- und Entstellungen experimenteller Bands prägte",
Lou Reed, der "den Fluch abgewehrt
hat, mit Oldies durch die Welt ziehen zu müssen. Veränderungen nie abgeneigt,
schwirrt er nun durch eine Multimedienszene, die der Performance so geneigt ist
wie wechselnden Kombinationen unterschiedlicher Künstler und Musiker, ob sie
nun Julian Schnabel, Antony Hegarty oder Wim Wenders heißen." Und dann
erzählt Jordan Mejias in dem großen Porträt noch eine kleine Begebenheit aus
New York, die Lou Reed gut beschreibt: "Vorm
Lincoln Center, wo Mitglieder der Occupy-Bewegung lautstark gegen die Reichen
und Mächtigen demonstrieren, hielten er und Laurie Anderson nicht freundlich
lächelnd Abstand, sie mischten sich unter sie. Der Jubel der jungen Leute war
ohrenbetäubend. Alles nicht schlecht für einen Mann, der am kommenden Freitag
siebzig wird."

Als Künstler eine Legende, aber immer noch und immer wieder auf der Höhe
der Zeit. Eine Jahrzehnte umspannende Karriere, wie sie kaum ein anderer
Künstler der Rock'n'Roll-Geschichte erlebt hat. Und nun endlich wieder in
Deutschland auf Tournee, und zwar mit genau dem Karriere-umspannenden Programm,
auf das die Fans seit Ewigkeiten warten: Unter das vielsagende Motto "From VU to Lulu" nämlich
hat Lou Reed seine Tour gestellt, und es ist sicher, daß Lou Reed mit seiner
fünfköpfigen Band ein Programm aus dem reichen Schatz seiner Songs
zusammenstellen wird, eben von den Titeln mit Velvet Underground bis hin zu
einigen aktuellen Stücken.

Die Daten

Und am kommenden
Montag können Sie auf MDR-Figaro einen längeren Beitrag über Lou Reed hören: http://www.mdr.de/mdr-figaro/musik/loureed102.html News

Die Künstlerin der Stunde: Speech Debelle! Große Rezensionen von
„Zeit“ bis „Rolling Stone“, Titelstory im aktuellen Heft von „Missy“, und
wunderbares großes Interview in der „Berliner Zeitung“ mit Jens Balzer, in dem
Speech Debelle viele kluge Sachen über schwarze Musik, Rockgitarren und Riots sagt.
Die drei deutschen Shows Ende Februar waren sehr gut besucht bzw. ausverkauft,
wir hoffen auf Zusatzshows später im Jahr und empfehlen als Trost bis dahin das
neue Album „Freedom of Speech“, auf der die Musikerin laut „Zeit“ „die Fackel
der Sozialkritik hoch hält“. –

Im letzten Rundbrief hatten wir die geschätzten Leserinnen
und Leser gefragt, was denn wohl das hochgestellte „G“ nach dem Bandnamen „Lambchop“ auf dem neuen Album „Mr. M“
der Band bedeuten möge – im Kreis wie das bekannte Ó oder Ò. Die interessanteste und wohlbedachteste
Antwort kam von Martin Böttcher aus Hamburg, der dafür von uns eine Flasche
Rotwein erhält: „Das kleine, hochgestellte g
könnte sehr gut als notierung für die tonart g-moll (g-minor / kleines g)
stehen. diese tonart wurde von einem mozart-kenner mal folgendermaßen
beschrieben:  "G-Moll war
für Ihn (Mozart) zeitlebens die Schicksaltonart, die ihm für den Ausdruck des
Schmerzes und der Tragik am geeignetsten erschien." bach verwendete
diese tonart beim anfang der johannes passion (kreuzigung und sterben jesu). es
ging wohl um die schaffung einer grundstimmung, einer bewustwerdeung von
vergänglichkeit. und in der tat sehr schön und traurig. da kurt wagner mit
dieser platte seinem verstorbenen freund vic gedenken möchte ist g-minor doch
die richtige tonart.“
Dagegen nimmt sich die Erklärung von Berthold Seliger eher banal aus: „Das „g“
ist sächsisch und steht für Copyright. Gobyright eben. Wie
in Goga-Gola.“ Kurt Wagner hat natürlich das letzte Wort: "...it means nothing really. we
were just having fun with the whole copyright symbol idea, I mean at first
glance it looks like the copyright symbol you find on many "name"
brands etc. So we changed the "c" to a "g" for anyone
bothered to look that close... you sir are the first to notice. I really don't
even want to try to copyright the lambchop name, so it sort of makes fun
of that notion too, just silly stuff... it's up to you to use it or not or you
could even change it to a B  :-)" –

To whom it may
concern, oder: Selbsterwähnungsbusiness. Auf der Schweizer Musikmesse m4music
hält Berthold Seliger die Keynote, wie man heutzutage sagt, also: eine etwa
halbstündige Rede, zum Thema „Live! –
Zum Zustand der Konzertindustrie und von der Politik“. Am Freitag, 23.März,
17.30 Uhr auf der Konferenz von m4music im Moods Zürich. Schweizer, wir sehen
uns!

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